Ausstellung im Ulmer Stadthaus: Insekten im Großformat (Foto: SWR)

"Metamorphosen - von der Larve zum Imago"

Ulmer Stadthaus zeigt Insekten im Großformat

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Für diese Fotografien musste das Mikroskop bemüht werden: Im Stadthaus in Ulm ist eine Fotoausstellung zu sehen, die großformatige Bilder filigraner Insekten zeigt.

Sie erinnert auf dem Bild entfernt an einen verwirrten Professor, die Büschelmücke: In der überdimensionalen Aufnahme hat sie große, grüne Facettenaugen und vor allem haarige Fühler, die ein wenig schräg vom Kopf abstehen.

Auge in Auge mit riesigen Insekten im Ulmer Stadthaus

Bei 20 Fotografien findet sich der Besucher Auge in Auge mit riesigen Fliegen, Käfern und Schmetterlingen. Aufgenommen wurden die Bilder mit einem Elektronenmikroskop. Jedes Detail an den winzigen Körpern ist zu sehen, Härchen, Falten, Mundwerkzeuge wirken riesig. Neben dem Bild des ausgewachsenen Insekts werden die jeweiligen Larven gezeigt. Daher rührt der Titel "Metamorphosen".

Die Ausstellung im Ulmer Stadthaus wagt einen neuen Blick auf sonst manchmal lästige und vor allem altbekannte Zeitgenossen. Das mache den Reiz der Bilder aus, so Sabine Presuhn vom Ulmer Stadthaus. Florfliege und Libelle lassen sich neu entdecken.

Insekten-Aufnahmen unter dem Mikroskop

Hinter den Bildern stecken Diplombiologin Nicole Ottawa und Fotograf Oliver Meckes. Das Duo aus Reutlingen nennt sich "Eye of Science". Unter dem Elektronenmikroskop machen sie sichtbar, was sonst unsichtbar bleiben würde. Unter dem Mikroskop entstehen Aufnahmen in schwarz-weiß. Die leuchtenden Farben fügt Nicole Ottawa am Computer hinzu, dabei gilt das Original immer als Vorbild.

Die Ausstellung "Metamorphosen. Von der Larve zum Imago - Insekten im Großformat" ist bis zum 5. Dezember im Ulmer Stadthaus zu sehen.

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