Mit den vier "Impflokalen" will das DRK mehr Struktur ins Impfen ohne Termin bringen. Aktuell stehen bei den Aktionen in der Region hunderte Menschen Schlange, sagte Projektleiter Hagen Feucht dem SWR. Das bisherige Konzept sei unbefriedigend. Vor allem dann, wenn Menschen am Ende einer Aktion ohne Impfung nach Hause geschickt werden müssten. "Das sorgt für aggressive Stimmung", sagte Feucht.
Zeitfenster für Impfwillige
Die "Impflokale" sollen weiter ohne Termine funktionieren. Dennoch sollen die Wartezeiten verkürzt werden. Vor Ort sollen den Impfwilligen Zeitfenster genannt werden, in denen sie geimpft werden. "In der Zwischenzeit können die Menschen dann einkaufen, Kaffee trinken gehen und müssen eben nicht warten", erläuterte Feucht.
Aktionen gegen vierte Coronawelle Angebote zwischen Ulm und Aalen: Hier können Sie sich spontan impfen lassen
In der inzwischen vierten Coronawelle sind die Infektionszahlen hoch und die Zahl der Geimpften zu niedrig. Für die Impfoffensive des Landes stehen jetzt Orte und Termine fest. Abrufen kann man sie unter "dranbleibenBW".
Das DRK prescht damit vor. Erst am Donnerstag hatte das baden-württembergische Sozialministerium sogenannte Impfstützpunkte in jedem Stadt- und Landkreis angekündigt. Laut Feucht habe die Planung der "Impflokale" bereits früher begonnen.
"Impflokal" in Heidenheim bereits in Betrieb
In Heidenheim gibt es ein sogenanntes Impflokal bereits seit Freitag. In den Schloss Arkaden wird montags bis samstags von 13 bis 18 Uhr geimpft. 30 Menschen bekommen dort pro Stunde ihre Spritze. In Ulm soll das Blautal Center spätestens am Donnerstag zum "Impflokal" werden. Auch im Alb-Donau-Kreis sowie im Kreis Göppingen soll es in den kommenden Wochen diese Möglichkeit geben. Derzeit gebe es Gespräche mit dem Betreiber des Alb-Donau-Zentrums, in dem bereits Impfaktionen stattfinden. Im Kreis Göppingen sei man noch auf der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit.
"Wir werden Schritt für Schritt ans Netz gehen, das geht nicht von jetzt auf gleich", sagte Feucht. Insgesamt gibt es fünf mobile Impfteams des DRK Ulm/Heidenheim. Viele von ihnen haben noch vereinbarte Termine in Einrichtungen, die zunächst abgearbeitet werden müssten. Ein Impfteam soll für Pflegeeinrichtungen vorgehalten werden.