An Ulmer Schulen wird geimpft. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Helmut Fricke)

Vor den Sommerferien

So ist die Impfkampagne an Ulmer Schulen angelaufen

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Die Impfkampagne für Schülerinnen und Schüler in Ulm ist gut angelaufen. Nach Angaben der mobilen Impfteams wurden bereits 70 Prozent der ab 16-Jährigen an Berufsschulen geimpft.

Damit sind in Ulm deutlich mehr 16-jährige und ältere Berufsschülerinnen und Berufsschüler geimpft als landesweit. Da sind es nur 58,7 Prozent, erläuterte der Koordinator für mobile Impfteams in Ulm, Guido Adler.

Seit einigen Tagen sind die mobilen Impfteams an insgesamt 30 weiterführenden Schulen im Einsatz. Das erste Resümee von Adler fällt positiv aus: "Unser Angebot ist gut aufgenommen worden, Ängste von jungen Männern und Frauen, keine Kinder zeugen oder nicht schwanger werden zu können, haben wir rasch widerlegt."

Keine Einverständnis der Eltern nötig

Die jungen Menschen brauchen für den Piks in der Regel keine Zustimmung der Eltern. Die Vakzine von Biontech/Pfizer sind für junge Menschen ab 12 zugelassen. Ulm ist bei der Impfung an Schulen Vorreiter. Nach Angaben der Verwaltung ist sie die erste Stadt in Baden-Württemberg mit einem umfassenden Impfangebot für die ab 16-Jährigen.

Aus der Sicht des Koordinators der mobilen Impfteams sollten aber auch Jüngere geimpft werden, um eine erneute coronabedingte Schließung von Schulen nach den Sommerferien zu verhindern. "Die Ständige Impfkommission sieht zwar keinen Vorteil für den einzelnen Schüler durch eine Impfung, aber der gesellschaftliche Nutzen wäre enorm", sagte Adler. Schüler sollten auch ungeachtet der Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante ab Mitte September wieder unbesorgt in die Schulen gehen können.

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Außerdem litten auch jüngere Erkrankte trotz leichten Verlaufs der Infektion unter deren Spätfolgen. Damit gebe es auch in dieser Altersgruppe mit derzeit steigenden Inzidenzen gute medizinische Argumente für eine Impfung. Der pensionierte Facharzt für Innere Medizin, Adler, will im Endspurt vor den Sommerferien möglichst viele Schülerinnen und Schüler impfen. Auch der Städtetag wünscht sich, dass eine Ausweitung der freiwilligen Impfungen auf Jüngere nochmals geprüft wird. "Hohe Impfquoten sind ein Schlüssel für möglichst durchgängigen Präsenzunterricht an den Schulen im neuen Schuljahr", sagte Bildungsreferent Norbert Brugger.

EMA gibt Moderna für Jüngere frei

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