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Seit Sonntag wird gegen das Coronavirus geimpft. Doch die Anzahl der Impfdosen ist begrenzt. Wer zu erst geimpft wird und wie die Terminvergabe im Ulmer Impfzentrum funktioniert, haben wir hier zusammengefasst:

Wer wird als Erstes geimpft?

Da der Impfstoff limitiert ist, können nicht von Anfang an alle Menschen geimpft werden. Daher wurde bundesweit eine Reihenfolge festgelegt. Zunächst erhält die erste Gruppe mit "höchster Priorität" den Impfstoff. Dazu zählen Menschen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf der Krankheit haben sowie Berufsgruppen, die mit Schutzbedürftigen zusammenarbeiten - also Personal in Notaufnahmen, Corona-Stationen und Altenheimen.

Wo kann ich mich impfen lassen?

In der Region gibt es ein Zentrales Impfzentrum in der Ulmer Messehalle. Dort sollen pro Stunde 120 Menschen geimpft werden. Geimpft wird nur nach vorheriger Terminvergabe. Zusätzlich gibt es in den Landkreisen Kreisimpfzentren:

  • Congress Centrum Heidenheim (Kreis Heidenheim)
  • Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen (Ostalbkreis)
  • Alb-Donau-Center in Ehingen (Alb-Donau-Kreis)
  • ehemaliger Feneberg-Supermarkt in Weißenhorn (Kreis Neu-Ulm)
  • Firma Nuvisan in Neu-Ulm (Kreis Neu-Ulm)
  • Illertalklinik in Illertissen (Kreis Neu-Ulm)
  • Peri-Verwaltungsgebäude in Günzburg (Kreis Günzburg)
  • Dreifachturnhalle und Hallenbad in Wertingen (Kreis Dillingen)

Noch sind aber nicht alle Kreisimpfzentren startklar. Mit dem Aufbau des KIZ im Congress Centrum Heidenheim wurde erst am Montag begonnen.

Wird überall schon geimpft?

Nein. Derzeit werden noch keine Termine für die Kreisimpfzentren vergeben. Diese sollen laut Landesregierung ab dem 15. Januar Verfügung stehen. Das Zentralen Impfzentrum (ZIZ) auf dem Ulmer Messegelände wartet derzeit auf mehr Impfstoff, spätestens am Mittwoch soll laut Rotem Kreuz der Regelbetrieb beginnen. Dann aber aufgrund des begrenzten Impfstoffs zunächst im 5-Tages-Rhythmus. Ursprünglich sollte an sieben Tagen geimpft werden. Eines von fünf mobilen Impfteams ist in Ulm und im Alb-Donau-Kreis unterwegs. Noch gibt es aber ein paar Anlaufschwierigkeiten. Im Ostalbkreis gab es aber bisher keine Impfungen. Bei vielen Impfberechtigten fehle noch die Einwilligung der Betreuer, teilte eine Sprecherin des Aalener Landratsamts mit. Dagegen wird in einigen Pflegeheimen im Alb-Donau-Kreis bereits geimpft.

In den bayerischen Landkreisen haben auch einige Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen. In Weißenhorn wird bereits seit Sonntag geimpft. Nach anfänglichen Problemen mit der telefonischen Anmeldung laufe es weitgehend reibungslos, so der ärztliche Leiter der Impfzentren im Kreis Neu-Ulm. In den Impfzentren Neu-Ulm, Illertissen und Günzburg soll ab Januar geimpft werden. Mobile Impfteams sind in den bayerischen Landkreisen bereits unterwegs. Im Kreis Dillingen haben die Impfungen am Sonntag mit Verspätung begonnen. Zunächst gab es Unsicherheit darüber, ob beim Transport des Impfstoffs die Kühlkette eingehalten wurde. Am Nachmittag gab es dann aber Entwarnung und es wurde geimpft. In Dillingen wird dienstags und donnerstags geimpft.

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Wie funktioniert die Terminvergabe?

Die Terminvergabe in Baden-Württemberg erfolgt über die zentrale Telefonnummer 116 117. Außerdem gibt es eine zentrale Anmeldeplattform, über die auch online bei den Zentralen Impfzentren Termine vereinbart werden können. In Weißenhorn (Kreis Neu-Ulm) können Impfwillige, die der Priorisierunggruppe angehören, sich online für Termine anmelden. Nach technischen Problemen am Wochenende steht seit Montag eine Telefonnummer zur Terminvergabe in Weißenhorn zur Verfügung: 0731/7040 50 60. Geimpft wird in diesem KIZ täglich zwischen 10 und 18 Uhr.

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