Internationales Flugrettungssymposium

Rettungshubschrauber landet auf Ulmer Münsterplatz

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Auf dem Ulmer Münsterplatz ist am frühen Freitagmorgen ein Rettungshubschrauber gelandet. Er ist mit modernster Technik ausgestattet und wird bei einem Flugrettungssymposium präsentiert.

Es handelt sich um den neuesten Hubschraubertyp im Bereich der Luftrettung, sagte der Ulmer Notfallmediziner Matthias Helm dem SWR. Dieser sei besonders leistungsfähig und vor allem leise. In Ulm gibt es bereits einen Typ dieser Maschine, so Helm. Außerdem sei der Hubschrauber nachtflugtauglich, sodass die Einsatzzeiten auch angepasst werden könnten.

Solche Maschinen eignen sich laut Helm auch für Einsätze wie etwa die Flutkatastrophe im Ahrtal. "Auch dort hat sich gezeigt, dass wir Hubschrauber brauchen mit Winde", sagte der Notfallmediziner. Winde bedeutet, dass in dem Hubschrauber eine Vorrichtung angebracht ist, um Menschen und Gegenstände abzuseilen.

Internationales Symposium von Flugrettern

Anlass für die Hubschrauberpräsentation auf dem Münsterplatz ist ein Symposiums von Flugrettern. Notfallmediziner aus der Schweiz, Österreich, Italien, Norwegen und Deutschland wollen sich bei der Veranstaltung über neue Anforderungen an die Luftrettung austauschen. Laut Helm ist eine der größten Herausforderung für die Rettung die Einsatzdisposition - das beziehe sich jedoch nicht nur auf die Luftrettung. "Einen großen Anteil der Einsätze sind Fehleinsätze. Hier ist es eine große Aufgabe, die Ressourcen, die wir haben, besser einzusetzen", erläutert Helm.

50 Jahre Flugrettung am Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Das Mitteleuropäische Flugrettungssymposium findet zum zweiten Mal in Ulm statt. Anlass ist das 50-jährige Bestehen der Flugrettung am Bundeswehrkrankenhaus (BWK) Ulm. Am 2. November 1971 startete am BWK Ulm zum ersten Mal ein Rettungshubschrauber zur Notfallversorgung der Bevölkerung in der Region. Damit ist Ulm der zweitälteste Rettungshubschrauber-Standort in Deutschland.

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SWR