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Nach den Corona-Lockerungen kommt der Tourismus im Raum Ulm und auf der Ostalb nur langsam in Gang. Bisher melden nur einzelne Campingplätze in der Region eine bessere Auslastung.

Ein Schild mit der Aufschrift "Hotel" hängt an der Fassade eines Hotels. Nach wochenlangem Stillstand dürfen Hotels bald für Touristen wieder öffnen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance Caroline Seidel dpa)
Hotel-Branche erholt sich nur langsam, trotz Lockerung der Corona-Regeln (Sujetbild) picture alliance Caroline Seidel dpa

Wenn Urlaub, dann im eigenen Land - das haben viele Deutsche vor ein paar Wochen in einer SWR-Umfrage über ihre Urlaubspläne gesagt. Und das waren zunächst gute Nachrichten für die Tourismusbetriebe in der Region. Denn das würde bedeuten, nach den massiven Corona-Einschränkungen könnten im Sommer Urlauber verstärkt auch auf die Ostalb oder nach Ulm kommen. Nun dürfen Hotels seit Ende Mai wieder Touristen als Gäste empfangen, die Branche kommt aber offenbar trotzdem nicht richtig in Schwung

Weniger Übernachtungen

Die Vorsitzenden des Hotel und Gaststättenverbandes Dehoga aus dem Ostalbkreis und Ulm erklärten, dass nur langsam wieder mehr Gäste kämen. Das betreffe sowohl Touristen als auch Geschäftsreisende. Als mögliche Gründe nennen sie die Angst und die Unsicherheit wegen Corona sowie das fehlende Geld in vielen Haushaltskassen.

Der Ostalbkreis hat derzeit hauptsächlich die eigenen Bewohner im Blick und wirbt für die regionalen Freizeitangebote. Denn viele Menschen würden dieses Jahr ohnehin nicht in den Urlaub fahren, hieß es. Dagegen will man in Ulm und Neu-Ulm auch Touristen von außerhalb anlocken. Allerdings sind nach Darstellung der Dehoga-Vorsitzenden im Raum Ulm, Karin Krings, die Stadt Ulm und das Umland keine klassischen Urlaubsregionen wie beispielsweise der Bodensee, der Schwarzwald oder die Nord- und die Ostsee. Sie könne sich aber vorstellen, dass Urlauber, die dort nichts mehr bekämen, in der Region Urlaub machen würden.

Bessere Auslastung auf Campingplätzen

Ein Trend derzeit scheint der Urlaub mit dem Wohnmobil zu sein. So melden Campingplätze auf der Laichinger Alb und der Ostalb bereits eine teils höhere Auslastung als in den Vorjahren. Auch die Aussichten für die Sommerferien seien gut.

Der Betreiber des Campingplatzes Hirtenteich in Bartholomä auf der Ostalb sagte, manche Urlauber würden das Wohnmobil bevorzugen, denn dann müssten sie nicht die Gemeinschaftsduschen oder Toiletten auf dem Platz nutzen. Zudem blieben einige Gäste länger. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie ihren Haupturlaub in diesem Jahr auf dem Campingplatz verbringen und nicht nur einen Kurztrip machen.

Zu dem Run auf die Campingplätze passt auch, dass am Freitag der neue Wohnmobilstellplatz der Städte Ulm und Neu-Ulm am Donau-Bad eröffnet wird. Hier rechnet der Betreiber auch mit einer hohen Nachfrage in den kommenden Wochen.

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