Hochwasser an der Lein: Sandsäcke liegen entlang des anschwellenden Flusses

Menschen kehren in ihre Häuser zurück

Hochwasserlage an der Lein entspannt sich - Evakuierungswarnung aufgehoben

Die Hochwasserlage an der Lein im Ostalbkreis entspannt sich. Die Evakuierungswarnung wurde aufgehoben, Menschen in den betroffenen Gemeinden konnten in ihre Häuser zurückkehren.

"Die Lage entlang der Lein bessert sich", das teilte das Landratsamt des Ostalbkreises am Montagvormittag mit. Im Rahmen der letzten Lagebesprechung von Führungsstab, Landrat, Verwaltungsstab und den Bürgermeistern der betroffenen Leintalgemeinden zeige sich eine allmähliche Stabilisierung des Leinpegels.

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Die Evakuierungswarnung für die Anliegergemeinden wurde deshalb aufgehoben, betroffene Bürgerinnen und Bürger könnten die Notunterkünfte wieder verlassen, hieß es dazu weiter. "Erfreulicherweise können wir ein deutliches Signal der Verbesserung geben", sagte Landrat Joachim Bläse. Am Nachmittag hieß es dazu, dies beziehe sich ausschließlich auf die Gemeinden im oberen Leintal. Am späteren Nachmittag teilte das Landratsamt auf Nachfrage mit, auch die Evakuierungswarnung für Abtsgmünd sei aufgehoben.

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Warnung vor hundertjährlichem Hochwasser am Kocher

Die Hochwasserwarnstufe war am Vormittag von einem Extremereignis "HQ extrem" auf ein Hochwasserereignis "HQ 100" zurückgestuft worden. Führungsstab und Landratsamt hatten allerdings eine Vorwarnung für ein hundertjährliches Hochwasser für den Kocher ausgesprochen, ab Abtsgmünd und weiter über Algishofen und Fach bis Untergröningen. Die Lein mündet in den Kocher.

Menschen in einer Turnhalle: In Täferrot wurden Evakuierte in einer Notunterkunft untergebracht. Es wird befürchtet, ein Hochwasser entlang der Lein erwartet. Auch andere Kommunen entlang des Flusses bereiteten sich vor.
Hochwasser an der Lein: In Täferrot wurden Evakuierte in einer Notunterkunft untergebracht. Auch andere Kommunen entlang des Flusses bereiteten sich vor.

Weil Hochwasserrückhaltebecken an der Lein vollgelaufen waren und zum Teil abgelassen werden mussten, war die Lein über die Ufer getreten. Der Pegel war immer weiter gestiegen. In der Nacht zum Montag hatten rund 300 Menschen in Täferrot, Mulchingen, Heuchlingen und Leinzell ihre Häuser verlassen und zum Teil die Nacht in Notunterkünften verbracht.

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Menschen können auch in Leinzell in ihre Häuser zurückkehren

In Leinzell waren am Montagvormittag die ersten Keller vollgelaufen. Auch der Keller des Gemeindezentrums stand unter Wasser und musste ausgepumpt werden. Nahe der Schule gab es einen kleinen Erdrutsch. Nach der Aufhebung der Evakuierungswarnung für das obere Leintal machten sich die Menschen auf dem Weg in ihre Häuser, um den Schaden zu begutachten und die Keller von Wasser und Schlamm zu befreien.

In Abtsgmünd treffen sich Lein und Kocher. Weil die Lein mehr Wasser mitführt, steigt der Gesamtpegel hier insgesamt an.
In Abtsgmünd treffen sich Lein und Kocher. Weil die Lein mehr Wasser mitführt, steigt der Gesamtpegel hier insgesamt an.

Vorbereitungen in Abtsgmünd auf Flutwelle

Flussabwärts in Abtsgmünd liefen am Montagmorgen die Vorbereitungen auf die Scheitelwelle des Hochwassers auf Hochtouren. Die Feuerwehr hatte alle möglicherweise betroffenen Bürgerinnen und Bürger informiert und sie gebeten, ihre Häuser zu verlassen. Mehr als 200 Menschen fanden sich in einer Notunterkunft der Gemeinde ein. Dort sollten sie laut dem stellvertretenden Bürgermeister Robert Kruger möglichst solange bleiben, bis die Scheitelwelle des Hochwassers durch sei. "Wir wollen kein Risiko eingehen, dass jemandem etwas passiert." Am Nachmittag kam dann die Entwarnung: Das Hochwasser sei nicht so extrem ausgefallen wie zunächst befürchtet, so das Landratsamt.

Hochwasser an der Lein: Feuerwehrleute schauen auf den über die Ufer getretenen Fluss
Feuerwehrleute aus Leinzell im Ostalbkreis schauen auf den über die Ufer getretenen Fluss.

Wie die Behörde weiter mitteilte, wird die Gemeinde Heuchlingen weiter großräumig abgesperrt, ebenso Straßen nach Täferrot. Wegen eines Erdrutsches ist aktuell der Furtlepass bei Schwäbisch Gmünd gesperrt.

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