Oliver Staude aus Breitenthal bei Günzburg mit seinem Haustier, einer Gans (Foto: SWR, Karl Spannenberger)

Gänserich "Der Schicke Dicke"

Ungewöhnliches Trio aus Breitenthal: Familie Staude und ihre Gans

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Karl Spannenberger
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Volker Wüst
Volker Wüst (Foto: SWR, SWR - Alexander Kluge)

Wenn Oliver Staude mit seinem Nachwuchs in Breitenthal in der Nähe von Günzburg unterwegs ist, zieht er die Blicke auf sich. Denn der Nachwuchs ist: eine Graugans. Ein Besuch.

Vergnügt und munter schwimmt die Gans im Rücken von Oliver Staude. So nah, dass sich die Köpfe der beiden fast berühren. Voraus der Adoptivpapa, immer weiter hinein in den Oberrieder Weiher. Oft werden die beiden auch von Olivers Frau Ingrid begleitet. Doch ihr ist es heute ein wenig zu kalt im Weiher.

"Der Schicke Dicke"

Staude und seine Gans sind bei den anderen Badegästen schon sehr bekannt. Die Fragen natürlich oft: 'Wie heißt der eigentlich der Gänserich?' Wenn Staude dann den Namen "Dicker" verrate, seien sie oft etwas enttäuscht. Worauf er dann sage: 'Er hat auch einen Titel: Schicker Dicker'.

Schick ist er, der Acht-Kilo-Prachtkerl, sein Federkleid ist grau und braun gefärbt. Der Bürzel und seine Brust weiß, den orangefarbenen Schnabel hält er stets in die Höhe. Ein sehr aufrechter Gang, vielleicht daher der Titel: "Der Schicke".

Oliver Staude aus Breitenthal bei Günzburg mit seinem Haustier, einer Gans (Foto: SWR, Karl Spannenberger)
Im Garten und im Stall der Staudes leben unter anderem die biologischen Eltern vom Dicken. Karl Spannenberger

"So wird man ohne Anstrengung Papa."

Im Garten der Staudes warten unterdessen schon die biologischen Eltern vom Dicken. Mit denen hatte die ganze Geschichte begonnen. Das Gänsepärchen legte vor zwei Jahren Eier. Nur wollte Mama Gans die nicht ausbrüten. Oliver Staude besorgte kurzerhand einen Brutapparat. "Dann war ich der Erste, den er gesehen hat. Und so wird man ohne Anstrengung Papa", sagt Staude nicht ohne Stolz.

Von da an war die kleine Gans fixiert auf die Staudes und lebte hauptsächlich auf dem riesigen Balkon ihrer Wohnung. Denn sie mussten ständig in der Nähe sein, sonst gab es Geschrei.

Oliver Staude aus Breitenthal bei Günzburg mit seinem Haustier, einer Gans (Foto: SWR, Karl Spannenberger)
Im Wäschekorb geht's zum Schwimmen an den Oberrieder Weiher. Karl Spannenberger

Trotzdem ist der Dicke kein Haustier, wie die beiden deutlich machen. Er sei nicht stubenrein und lebe daher mit den anderen Gänsen im Stall. Und auch wenn die beiden ihre Tiere lieben, sind sie Nutztiere und werden gegessen. Ausnahme: Der Dicke.

Was dem Dicken noch fehlt: Eine Partnerin. Doch das hat auch seinen Grund. Oliver Staude hat die Sorge, dass es mit zwei Pärchen im Stall noch lauter werden könnte. Und das wäre für die Nachbarn irgendwann unerträglich. Deswegen suchen die beiden ein neues Zuhause für sich und ihre Tiere - auf dem Land mit Nachbarn, die sich nicht gestört fühlen und natürlich einem See in der Nähe, um weiter mit dem Schicken Dicken baden zu gehen.

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