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Mit Corona ist die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln explosionsartig angestiegen. Darauf will der Medizinproduktehersteller Hartmann in Heidenheim jetzt mit einer Rund-um-die-Uhr-Produktion reagieren.

Corona bestimme zurzeit nahezu alle Themen bei Hartmann. Bei der Produktion von Desinfektionsmitteln vor allem für Krankenhäuser sei das Unternehmen im "24/7-Modus", sagte die Vorstandschefin Britta Fünfstück bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag.

Die Hartmann-Vorstandsvorsitzende Britta Fünfstück (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Stephan Puchner / dpa)
Rund-um-Uhr-Produktion bei Hartmann: Das gab am Dienstag die Vorstandsvorsitzende Britta Fünfstück bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens bekannt. picture alliance / Stephan Puchner / dpa

Trotzdem könne der riesige Bedarf an Desinfektionsmitteln nicht gedeckt werden. Für die Sicherheit der Mitarbeiter gebe es getrennte Schichten.

Internationales Netzwerk

Für die Beschaffung von Masken, die Hartmann nicht selbst herstellt, nutzt das Unternehmen seine weltweiten Kontakte, um zusätzliche Lieferungen zu ermöglichen. Für 2019 konnte das Unternehmen gute Zahlen vorlegen: Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Ein Mann in Anzug und eine blonde Frau iom Kostüm sitzen an einem langen Schreibtisch (Foto: SWR, Philipp Link-Ehnert)
Trotz des Booms von Desinfektionsmitteln rechnet der Hartmann-Konzernvorstand auch mit wirtschaftlichen Turbulenzen. Philipp Link-Ehnert

Dennoch erwartet Hartmann nicht zwingend auch einen steigenden Umsatz im laufenden Jahr. Denn das Geschäft mit Desinfektionsmitteln mache nur einen kleinen Teil aus, sagte Vorstandschefin Fünfstück bei der Pressekonferenz. Andere Geschäftsbereiche könnten sich zurückentwickeln, weil beispielsweise Operationen verschoben würden.

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