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Bei einer Zwangsversteigerung in Nördlingen ist aus Sicherheitsgründen eine Polizei-Hundertschaft im Einsatz gewesen. Laut Zeitungsberichten wurden Grundstücke eines sogenannten Reichsbürgers versteigert. Das Amtsgericht in Nördlingen befürchtete den Aufmarsch von "Reichsbürgern". Schon bei einem Prozess vor vier Jahren gegen den damals 62-jährigen Mann waren befreundete "Reichsbürger" als Richter und Staatsanwalt verkleidet vor Gericht erschienen und hatten für Aufsehen gesorgt. Der 62-Jährige war damals zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Weil er einen Darlehensvertrag nicht mehr bezahlen konnte, hatte er Schuldscheine im Wert von 420.000 Euro gefälscht. Er wollte damit die Zwangsversteigerung seiner Grundstücke verhindern. Diesmal blieb es ruhig vor Gericht. Die Versteigerung war wegen des großen Interesses in den Stadtsaal Klösterle verlegt worden. Die landwirtschaftlichen Flächen wurden schließlich für rund 1,7 Millionen Euro verkauft.

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