Rentner in Westhausen freut sich

Riesige Sonnenblume: Mit Pferdemist und Wasser auf 4,30 Meter Höhe

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Der 82-jährige Hobbygärtner Josef Graf aus Westhausen-Immenhofen staunt nicht schlecht: Seine Sonnenblume wird größer und größer und ist nun vermutlich die höchste der Ostalb.

Man freut sich ja als Hobbygärtner, wenn die Pflanzen wachsen. Rentner Josef Graf im Ostalbkreis konnte es allerdings kaum glauben, als seine Sonnenblume am Haus gar nicht mehr aufhören wollte zu wachsen. Inzwischen ist sie mehr als doppelt so hoch wie er selbst und ragt bis zur Dachrinne seines Einfamilienhauses.

Ein Mann steht neben einer riesigen Sonnenblume in seinem Garten (Foto: SWR, Peter Köpple)
Die Sonnenblume des 82-jährigen Hobbygärtners Josef Graf ist über vier Meter hoch Peter Köpple

Die Pflanze im Garten hinter dem Haus hat rund ein Dutzend Triebe und Köpfe und muss mit einem Holzpfosten gestützt werden. Mit dem Meterstab versucht Josef Graf die genaue Höhe abzumessen. "Momentan komme ich auf vier Meter", sagt der leidenschaftliche Hobbygärtner. Allerdings habe ein Sturm die obersten Triebe und Blüten abgerissen. "Bis vor kurzem war die Sonnenblume noch etwa 4,30 Meter."

Pferdemist für die Sonnenblume von der Koppel nebenan

Als Josef Graf im kleinen Weiler Immenhofen bei Westhausen die Samen Mitte Mai in die Erde steckte, hatte er keine Ahnung, was für ein Prachtexemplar daraus werden würde. Aber er hatte von Anfang an sein Geheimrezept – nämlich den Pferdemist von der Koppel direkt neben seinem Grundstück. "Wenn ich sehe, dass ein Pferd äpfelt, gehe ich gleich rüber und hole mit einem Eimer den Mist", erzählt er. Er habe den Pferdemist als Dung zunächst noch vor dem Einplanzen in die Erde eingegraben, dann die Samen. Später habe er den Pferdemist stets mit Wasser verdünnt und zugegeben.

Überhaupt brauche die Pflanze viel Wasser. Graf gießt jeden Tag acht bis zehn Liter. "Die muss immer reichlich zu trinken haben, dann kann man beim Wachsen fast zugucken." 30 Zentimeter Wachstum pro Woche seien durchaus normal gewesen.

Samen aus Kalifornien blieb 20 Jahre liegen

Den Samen hatte Josef Graf übrigens Ende der Neunziger Jahre aus Kalifornien mitgebracht, als er dort seine Tochter besuchte. Mehr als 20 Jahre lang blieb das kleine Tütchen unbeachtet im Keller liegen, bis der Rentner jetzt im Frühjahr den Samen wieder entdeckte und einpflanzte. Die riesige Blume blüht immer noch ein bisschen. Die Kerne sind noch weiß und werden sich wohl in den nächsten vier Wochen dunkel färben. Graf will einige der Kerne behalten und im kommenden Mai wieder als Samen nutzen. "Den Rest können sich dann die Vögel rauspicken." Der Hobbygärtner ist schon gespannt, wie groß die Sonnenblume dann nächstes Jahr wird - wieder mit der richtigen Mischung aus Pferdemist und Wasser.

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