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Die Stadt Schwäbisch Gmünd will das Tübinger Corona-Modellprojekt übernehmen und sogar noch ausweiten. OB Arnold sagte, man wolle es jetzt angehen.

Gebäude Rathaus Schwäbisch Gmünd (Foto: SWR, Frank Polifke)
Die Stadt Schwäbisch Gmünd will Corona-Beschränkungen nach dem sogenannten Tübinger Modell lockern. Frank Polifke

Mit den geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen für Gastronomie, Einzelhandel, Fitness-Studios, Rathaus und Schulen will Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) den auch in Schwäbisch Gmünd steigenden Infektionszahlen positiv entgegentreten.

"...wir kommen aus den dunklen Zeiten auch wieder raus und ich will als Oberbürgermeister mit der Stadt Schwäbisch Gmünd vorbereitet sein, für die Zeit danach."

Der Gmünder OB Richard Arnold

Die Pläne der Gmünder Stadtverwaltung orientieren sich am sogenannten Tübinger Modell, gehen aber schon beim Thema Registrierung eigene Wege: Statt Zettelwirtschaft mit Tagesticket, setzt man auf eine digitale Anmeldung über die sogenannte Luca-App zur Kontaktnachverfolgung. Positivfälle würden über die App sofort ans Gesundheitsamt gemeldet. Dafür müssten Besucherinnen und Besucher die App zwingend installieren, der Abgleich der Daten mit dem Gesundheitsamt würde jedoch für mehr Bewegungsfreiheit im dafür vorgesehenen Altstadtring sorgen, so Arnold.

Noch keine Genehmigung für Corona-Modellprojekt

Anfang Mai sollen in Schwäbisch Gmünd acht Corona-Teststationen rund um das Stadtzentrum in Betrieb gehen. Bis dahin soll auch die Luca-App startklar sein. Ob sich dies alles zeitlich tatsächlich so realisieren lässt, erscheint eher fraglich: Umgesetzt könnten die Pläne sowieso erst, wenn die 7-Tage-Inzidenz unter 100 sinkt. Das Land hat bislang für die Gmünder Pläne noch keine Genehmigung erteilt. Dennoch wolle man alles vorbereiten und es jetzt angehen.

Landesgesundheitsamt prüft Tübinger Modellversuch

Das Gesundheitsministerium in Stuttgart teilte dem SWR am Donnerstag auf Anfrage mit, derzeit werde sogar geprüft, ob das Modellprojekt in Tübingen auf Grund steigender Inzidenzzahlen ausgesetzt werden muss. Weitere Modell-Projekte seien nicht geplant.

OB Arnold: "Über neue Wege aus Lockdown nachdenken"

In Schwäbisch Gmünd hält man an den eigenen Modell-Bestrebungen fest. Nicht zuletzt, so OB Arnold, um auch dem Einzelhandel oder der Gastronomie eine Perspektive zu geben. Der Lockdown sei für manche Branchen inzwischen existenzgefährdend. Viele sagten, "wir kommen langsam ans Ende, uns geht die Luft aus." Und schon deshalb sporne ihn dies an, Alternativen zu entwickeln und über neue Wege nachzudenken.

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