Kritiker fordern anderen Standort

Bürgerbegehren wegen Gerd Müller-Denkmals in Nördlingen

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Wegen der geplanten Statue des verstorbenen Nationalspielers Gerd Müller hat eine Gruppe Nördlinger ein Bürgerbegehren gestartet. Sie wollen einen anderen Standort des Denkmals.

Die Zeichung wie die Statue von Gerd Müller in Nördlingen mal aussehen soll (Foto: Stadt Nördlingen)
Eine Zeichnung, wie die Statue von Gerd Müller aussehen soll. Stadt Nördlingen

Die Initiatoren kritisieren, dass das Denkmal für die in Nördlingen geborene Fußball-Legende an dem Platz vor dem Berger Tor, einem der fünf Stadttore in Nördlingen (Kreis Donau-Ries), stehen soll. Die Bronzestatue würde damit wenige Meter außerhalb der historischen Altstadt stehen und liege damit "nicht zentral". Gerd Müller würde so "ausgebürgert", heißt in einer Pressemitteilung. Öffentlich äußern wollen sich die Kritiker nicht.

Die Figur von Gerd Müller wird derzeit erstellt (Foto: Stadt Nördlingen)
Die Figur von Gerd Müller wird derzeit erstellt Stadt Nördlingen

Der Standort biete außerdem "kein wirklich ansprechendes Ambiente". Das Denkmal gehöre in die Altstadt, wird in dem Bürgerbegehren gefordert. Die Initiatoren bringen mit ihrem Begehren einen dritten Standort ins Spiel: Die geplante Statue soll demnach vor der Stadtbibliothek stehen. Dort sei Müller zu Schule gegangen.

Nach Angaben der Initiatoren sind die erforderlichen rund 1.400 Unterschriften zusammengekommen. Falls das Begehren alle offiziellen Voraussetzungen erfüllt, kommt es dann zu einem Bürgerentscheid.

Nördlinger Bauausschuss stimmte für Berger Tor

Der Bauausschuss des Nördlinger Stadtrats hatte im Januar beschlossen, dass die lebensgroße Bronzestatue an den Platz vor dem Berger Tor kommt. Eine andere Option sei der Platz am Stänglesbrunnen direkt am ehemaligen Wohnhaus Müllers gewesen. Das Berger Tor erhielt mit 9:7 Stimmen eine Mehrheit. Der Standort gehe auf einen Jugendfreund Gerd Müllers zurück, sagte Nördlingens Oberbürgermeisters David Wittner (Freie Wähler) nach der damaligen Entscheidung. Der Platz sei früher eine Wiese gewesen und damit ein Treffpunkt, um nachmittags Fußball zu spielen.Laut Wittner gehen die Planungen für die Einweihung des Denkmals am beschlossenen Standort weiter.

Der deutsche Stürmer Gerd Müller (l) schießt aus der Drehung am niederländischen Abwehrspieler Ruud Krol vorbei und erzielt so den 2:1-Siegtreffer im WM-Finale 1974 in München. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Werner Baum)
Für Gerd Müller (l.) - hier beim WM-Finale 1974 - soll eine Bronzestatue in Nördlingen entstehen. picture alliance/dpa | Werner Baum

Müller war nach langer Krankheit im vergangenen Jahr gestorben. Der frühere Nationalspieler war im Sommer 1964 zum FC Bayern gekommen und prägte eine Ära. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Nach seiner Karriere blieb der frühere Toptorjäger dem FC Bayern München lange als Trainer im Nachwuchs erhalten. Am ersten Todestag des Fußballstars, dem 15. August, soll die Bronzestatue enthüllt werden.

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