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Im Kreis Dillingen wird es trotz niedriger Inzidenzwerte vorerst nicht zu den geplanten Öffnungen von Kinos, Sportstätten und der Gastronomie kommen. Der Freistaats Bayern blockiert die Lockerungen.

Landrat Leo Schrell (Freie Wähler) hatte seine Verwaltung beauftragt, eine Verfügung für die Öffnungen von Kinos, Sportstätten und der Außengastronomie auszuarbeiten. Die Inzidenzen im Landkreis liegen stabil unter 50. Für eine solche Verordnung braucht es aber die Zustimmung des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Und das hat den gesamten Freistaat im Blick.

Die Ermittlungen gegen den Landrat des Kreises Dillingen, Leo Schrell, sind eingestellt worden (Foto: Pressestelle, Landratsamt Dillingen)
Der Landrat des Kreises Dillingen, Leo Schrell, wollte Kinos und Außengastronomie öffnen. Pressestelle Landratsamt Dillingen

Lage sei "besorgniserregend"

Die Lage sei "besorgniserregend": In Bayern liege die Inzidenz inzwischen wieder über der 100er Marke. Daher werde man keine Erlaubnis für die Öffnungen im Kreis Dillingen erteilen, hieß es.

Aktuelle Corona-Inzidenz-Wert des Alb-Donau-Kreies auf der Internetseite des Landratsamtes in Ulm (Foto: SWR, Volker Wüst)
Steigende oder fallende Inzidenzen sorgen für Wirrwarr bei den Ladenöffnungen. (Foto: Inzidenz-Dashboard des Alb-Donau-Kreises) Volker Wüst

Wirrwarr um Ladenöffnungen

Steigende oder fallende Coronavirus-Inzidenzen sorgen auch in anderen Kreisen für Wirrwarr. So musste der Ostalbkreis Anfang der Woche Lockerungen bei Ladenöffnungen wieder zurücknehmen. Der Kreis Heidenheim öffnete die Geschäfte dagegen wieder regulär. Im Alb-Donau-Kreis musste der Einzelhandel ab Mittwoch (17.3.) wieder komplett schließen. In Ulm blieb es beim Click&Meet, dem Einkaufen nach Terminabsprache. Im Kreis Neu-Ulm ist wegen niederiger Inzidenzwerte Einkaufen ohne Termin möglich.

Gesundheitsminister dämpft Hoffnung auf weitere Lockerungen

Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) dämpft die Hoffnungen auf weitere Öffnungsschritte. "Die steigenden Fallzahlen können bedeuten, dass wir in den kommenden Wochen keine weiteren Öffnungsschritte vornehmen können. Im Gegenteil - vielleicht sogar Schritte rückwärts gehen müssen", sagte Spahn am Freitag in Berlin.

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