Urkunde zum Unesco-Titel überreicht

Geopark Ries: Söder sagt Geld für neue Besucherzentren zu

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In Nördlingen hat der Geopark Ries am Montag offiziell seinen Unesco-Titel mit Urkunde erhalten. Dabei hat CSU-Chef Markus Söder auch Geld für die geplanten Besucherzentren zugesagt.

"Bayern hat viele Seen und viele Berge - aber es gibt nur einen großen Krater", sagte der Bayerische Ministerpräsident bei seinem Besuch in Nördlingen. Der Krater mache das Ries einzigartig.

Markus Söder übergab die Unesco-Urkunde für den Geopark Ries in Nördlingen. (Foto: Tobias Hildebrandt)
Markus Söder übergab die Unesco-Urkunde für den Geopark Ries in Nördlingen. V.l.n.r.: Dr. Lutz Möller, stellv. Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission; Heike Burkhardt, Geschäftsführerin Geopark Ries; Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle (CSU). Tobias Hildebrandt

Zusage für Millionen-Projekt

Der Freistaat werde die Einrichtung von Informationszentren für Besucher und Besucherinnen daher mindestens zur Hälfte bezahlen, kündigte Söder bei seinem Besuch in Nördlingen an. Zuvor überreichte er die lang ersehnte Urkunde, die jetzt ganz offiziell die Auszeichnung des Parks als sogenannter Unesco Global Geopark bestätigt. Tatsächlich ist der Geopark Ries der erste Unesco-Geopark in Bayern, deutschlandweit der achte. Schon länger gab es die Zusage für diese besondere Auszeichnung.

Der Einschlagskrater Nördlinger Ries ist der am besten erhaltene Krater Europas. Das Nördlinger Ries ist jetzt einer der globalen Unesco-Geoparks.  (Foto: Geopark Ries/Peter Herzig)
Der Einschlagskrater Nördlinger Ries ist der am besten erhaltene Krater Europas. Das Nördlinger Ries ist jetzt einer der globalen Unesco-Geoparks. Geopark Ries/Peter Herzig

Geopark soll bekannter werden

Die Verantwortlichen versprechen sich durch die Auszeichnung des Geoparks künftig auch mehr Bekanntheit für die besondere Landschaft im Ries, die vor Millionen von Jahren durch einen Asteroiden entstanden ist und die Region bis heute prägt.

Der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle (CSU) setzt mit dem Unesco-Titel für den Asteroidenkrater auf zusätzlichen Tourismus. Es gebe aber noch mehr Chancen für die gesamte Region. Denn der Geopark sei durch die Unesco jetzt auch verpflichtet, Projekte zur nachhaltigen Entwicklung anzustoßen.

Besucherzentren - was geplant ist

Ob ein oder mehrere Besucherzentren rund um den Geopark entstehen, ist noch offen. Laut Bayerischem Rundfunk gebe es ähnlich zu denen in den bayerischen Nationalparks, bereits erste Ideen. Im Gespräch sei zum Beispiel das leerstehende Kloster in Mönchsdeggingen. Möglicherweise könnten aber auch kleinere Besucherzentren jeweils in allen vier Himmelsrichtungen des Asteroidenkraters entstehen.

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SWR