Gardena hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt und gehört damit zu den Gewinnern der Corona-Krise (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Halbjahresbilanz vorgestellt

Ulm: GARDENA wächst weiter

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Isabella Hafner
Isabella Hafner (Foto: SWR)

Wasser spielt im Geschäft des Gartengeräteherstellers GARDENA aus Ulm eine zunehmende Rolle. Ein Grund für das Umsatzplus ist laut Unternehmen die Übernahme einer US-amerikanischen Firma.

Der Gartengerätehersteller GARDENA hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr diesen Jahres auf rund 930 Millionen Euro gesteigert, das sind gut 220 Millionen Euro mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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GARDENA: Firmenübernahme in den USA hat Umsatz gesteigert

Der Hauptgrund für diese Umsatzsteigerung ist nach Darstellung von GARDENA-Sprecher Heribert Wettels die Firmenübernahme von Orbit Irrigation in den Vereinigten Staaten. Die Firma ist in den USA Marktführer für Bewässerungstechnik. 

Wasser spiele eine immer größere Rolle, das zeige die Trockenheit nicht nur in diesem Jahr, erklärt Wettels. Und das verstehe auch die Kundschaft.

"Verbraucher entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass man mit dieser Ressource sparsam und effizient umgehen sollte. Entsprechend sind natürlich dann auch Lösungen gefragt, wo ich messen, steuern, regeln und sparsam ausbringen kann."

GARDENA setzt auf sparsame Bewässerungssysteme sowie Geräte ohne Sprit

Bei den Neuheiten für die kommende Saison setzt GARDENA angesichts der fortschreitenden klimatischen Veränderungen einen besonderen Schwerpunkt auf effiziente Gartenbewässerung. Im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz wurden am Mittwoch entsprechende Systeme vorgestellt, die laut dem Unternehmen eine tropfgenaue Versorgung der Pflanzen mit Wasser ermöglichen.

Gleichzeitig wurde auch das Ende im Geschäft mit benzinbetriebenen Geräten bekannt gegeben: Kettensägen, Rasentrimmer oder Laubbläser, die mit Benzin funktionieren, will GARDENA in Zukunft nicht mehr verkaufen.

Produktion bei Gardena: Produktion bei Gardena: Der so genannte Kuppler  verbindet Schlauch und Wasserhahn. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
GARDENA produziert unter anderem den sogenannten Kuppler. Das Übergangsstück verbindet Schlauch und Wasserhahn. Isabella Hafner

Auch GARDENA spürt Versorgungsengpässe und Kostendruck

Auch durch die Einführung neuer, sogenannter smarter Funktionen bei der Bewässerung und bei Mährobotern habe GARDENA seine internationale Expansion und das technologiegetriebene Wachstum erfolgreich fortsetzen können. Laut dem Sprecher sind intelligente Mähroboter in diesem Frühjahr und Sommer gefragt gewesen. Dennoch plagen auch den Gartengerätehersteller derzeit Schwierigkeiten, unter anderem Versorgungsengpässe und der Kostendruck durch gestiegene Preise für Rohstoffe, Transporte und Energie.

Produktion bei Gardena: Produktion bei Gardena: Der so genannte Kuppler verbindet Schlauch und Wasserhahn. (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Diese Einzelteile werden erst noch zum Kuppler zusammengefügt. Isabella Hafner

Im vorigen Geschäftsjahr hatte GARDENA laut dem Sprecher zum ersten Mal die Milliardenmarke beim Jahresumsatz geknackt. Die Husquarna Group, zu der auch der Ulmer Gartengerätehersteller gehört, beschäftigt in Deutschland aktuell mehr als 2.500 Menschen an den Standorten Ulm, Heuchlingen (Ostalbkreis), Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) und Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sowie im Außendienst.

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