Eingang Glastüre zum Landgericht Memmingen (Foto: SWR)

Übergriffe auf behinderte Menschen

Fünf Jahre Gefängnis wegen Vergewaltigung in Behindertenwerkstatt im Kreis Neu-Ulm

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Im Prozess wegen einer Vergewaltigung und Misshandlungen von Menschen in einer Behindertenwerkstatt im Kreis Neu-Ulm ist der Angeklagte am Mittwoch zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Wie ein Sprecher des Landgerichts Memmingen weiter mitteilte, sah es das Gericht als erwiesen an, dass sich der frühere Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt rund 40 Mal an Menschen vergangen hat, die in der Einrichtung im Kreis Neu-Ulm lebten beziehungsweise arbeiteten.

Vorwürfe: Vergewaltigung, sexuelle Belästigungen, Misshandlung

Außer der Vergewaltigung waren dem 52-Jährigen sexuellen Belästigungen, Übergriffe und Misshandlung vorgeworfen worden. Mehr als ein Jahr soll sich der damalige Mitarbeiter der Behinderteneinrichtung an Menschen vergangen haben, der mutmaßliche Tatzeitraum war zwischen Anfang 2020 bis Mitte 2021. Im September vorigen Jahres war der Mann festgenommen worden.

Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte

Zum Prozessauftakt am 20. April schwieg der Angeklagte, am Ende des Verhandlungstages hatte das Landgericht Memmingen eine Verständigung in Aussicht gestellt. Verteidigung und Staatsanwaltschaft wollten einen Weg finden, der das Verfahren im Falle eines Geständnisses des 52-jährigen Angeklagten verkürzen könnte.

Am folgenden Verhandlungstag (25. April) legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Im Rahmen der getroffenen Verständigung verpflichtet er sich, dem Vergewaltigungsopfer 10.000 Euro zu zahlen.

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