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Wer kurz vor dem Lockdown noch einen Friseurtermin bekommen hat, der hatte wohl Glück. Ansonsten kämpfen viele wieder mit dem Corona-Look, wie eine Umfrage in Ulm zeigt.

Hirtenhund mit langen Haaren und hängender Zunge, von den Augen ist nichts zu sehen (Foto: dpa Bildfunk, q. picture alliance dpa Stephanie Pilick)
Sobald die Haare in die Augen wachsen, ist für die meisten Menschen Schluss mit lustig (Symbolfoto) q. picture alliance dpa Stephanie Pilick

"Wird immer länger. Wenn sie in die Augen wachsen, schneid ich selbst." "Die Corona-Matte wächst." "Meine Frau sagt ständig, ich soll mir die Haare schneiden."

Erreicht das Haar die Augen, verklemmt sich gar hinter der Brille, fühlen sich viele der Befragten quasi zum Handeln gezwungen. Die Matte muss ab, die Frage ist nur, wie.

"Du brauchst doch nur den Rasier anzuwenden."

Der Rasierer als einfacher Herrenfriseur-Ersatz ist allerdings nicht sehr beliebt bei den befragten Männern. So uneitel sind sie dann doch nicht. Außerdem mündet ein solcher Einsatz womöglich in der berüchtigten "Vokuhila" aus den 1980er Jahren - vorne kurz, hinten lang.

Manche Frau stört der Anblick der wachsenden Zahl an haarigen Waldschraten. Andere jedoch hoffen gar auf eine Renaissance einer Frisur aus den 1960er Jahren: des Pilzkopfs.

"Vielleicht kommen die Beatles endlich wieder. Männer mit langen Haaren sind viel attraktiver als mit kurzen."

Frauen haben da weniger Probleme? Weit gefehlt, berichten einige Ulmer Passantinnen. Das Färben fällt weg. Und nicht jede Frau ändert ihren Frisurwunsch kurzerhand auf lang.

"Ich hätte jetzt am 19. Januar einen Termin gehabt, den Ansatz färben. Das fehlt mir schon."

Glück hat, wer einen Friseur in der Familie hat. Oder nun den Zeitpunkt für gekommen sieht, das Färben ganz sein zu lassen. So sehr die Sehnsucht nach dem Friseur wächst, eines ist wohl sicher: Die Friseure vermissen ihre Kundinnen und Kunden auch.

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