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In Ulm haben am Samstagnachmittag an zwei verschiedenen Kundgebungen rund 3.000 Menschen teilgenommen. Laut Polizei verliefen beide Protestaktionen friedlich.

Kniend und mit erhobener Faust gedachten am Samstagnachmittag knapp 2.000 zumeist junge Menschen auf dem Ulmer Münsterplatz an den getöteten Afroamerikaner George Floyd. Genau acht Minuten und 46 Sekunden, so lange wie ein Polizist in den USA sein Knie auf den Hals von Floyd gedrückt hatte, bis er starb.

Rassismus ist eine Pandemie - so heißt es auf dem Plakat dieser Teilnehmerin (Foto: SWR, Torsten Blümke)
Rassismus ist eine Pandemie - so heißt es auf dem Plakat dieser Teilnehmerin Torsten Blümke

Zu der Anti-Rassismus-Kundgebung in Ulm waren weit mehr Teilnehmer gekommen als erwartet. Die Veranstalter hatten mit 300 gerechnet. Rassismus sei eine Pandemie und führe zur Spaltung der Gesellschaft, hieß auf der Veranstaltung.

Mit Campingstühlen und Decken waren die Teilnehmer der Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen in die Ulmer Friedrichsau gekommen (Foto: SWR, Isabella Hafner)
Mit Campingstühlen und Decken waren die Teilnehmer der Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen in die Ulmer Friedrichsau gekommen Isabella Hafner

Protestaktion gegen Corona-Auflagen in der Friedrichsau

Zeitgleich protestierten im Ulmer Stadtpark Friedrichsau rund 1.000 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen. Die Organisatoren der Gruppe "Querdenker 731" hatten rund 4.000 Teilnehmer erwartet und zeigten sich überrascht über die geringe Resonanz.

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Redner forderten angesichts sinkender Inifiziertenzahlen ein Ende der Corona-Auflagen; auf Plakaten hieß es unter anderem, die "Krise sei inszeniert".

"Die Krise ist inszeniert" -behauptet ein Kundgebungsteilnehmer in Ulm. Auch Impfgegner waren vertreten (Foto: SWR, Isabella Hafner)
"Die Krise ist inszeniert" -behauptet ein Kundgebungsteilnehmer in Ulm. Auch Impfgegner waren vertreten Isabella Hafner

Nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd Erneut demonstrieren Tausende Baden-Württemberger gegen Rassismus

Gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander haben etwa 2.000 Menschen in Stuttgart demonstriert. Auch in anderen Städten in Baden-Württemberg gingen Demonstrierende auf die Straßen.  mehr...

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