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Die Ermittler suchen mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach einem Tatverdächtigen für den Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge. Erste Hinweise werden inzwischen geprüft.

Zur öffentlichen Fahndung nach einem Tatverdächtigen für den Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge sind erste Hinweise bei der Polizei eingegangen. Wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte, wird jedem einzelnen Hinweis nachgegangen und geprüft, was dahinter steckt.

Die Ermittler haben auch ein Hinweistelefon zum Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm geschaltet.

Auf den Fotos ist ein Mann in einem weißen T-Shirt zu sehen. Dieser Mann stieg am 5. Juni in Ulm an der Haltestelle "Lehrer Tal" hinten in einen Bus der Linie 5 ein. Eine Kamera im Bus filmte ihn dabei.

Die Bilder sind vom Tattag, Samstag, den 5. Juni. Der Mann war gegen 7:45 Uhr in den Bus ein- und wenig später an der Haltestelle "Rathaus" ausgestiegen, so die Erkenntnisse der Ulmer Kriminalpolizei.

Mehre Menschen stehen vor der Synagoge in Ulm und nehmen an einer Mahnwache teil (Foto: SWR, Annette Schmidt)
Am Samstagabend versammelten sich zahlreiche Menschen zu einer Mahnwache vor der Synagoge. Annette Schmidt

Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich dabei um die Person handeln könnte, die für den Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge verantwortlich ist. Die Ulmer Kriminalpolizei richtete eine Ermittlungsgruppe ein.

Die gesuchte Person hatte die Polizei bereits in ihrer Mitteilung vom 5. Juni beschrieben. Auch in der aktuellen Mitteilung heißt es, dass die gesuchte Person geschätzt 1,80 Meter groß ist. Sie habe am Tattag einen dunklen Kapuzenpullover getragen sowie eine blaue Jeans, weiße Turnschuhe mit schwarzen Streifen und eine FFP2-Schutzmaske.

Nach Angaben der Polizei haben die Ermittler den Verdächtigen inzwischen identifiziert und suchen nach ihm.

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