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Deutschlands bester Glaser-Geselle ist ein ehemaliger Flüchtling, der für ein Fensterbauunternehmen in Leinzell im Ostalbkreis arbeitet. Das teilte die Handwerkskammer Ulm mit.

Der Syrer hat sich bei einem Wettbewerb gegen 3.000 Handwerksgesellen durchgesetzt. "Mit dem Sieg hätte ich nicht gerechnet, ich wollte einfach nur lernen", so kommentierte Abdulkeriem Alhanafi seinen Erfolg.

Deutschlands bester Glaser - ein Flüchting aus Syrien (Foto: Handwerkskammer Ulm)
Abdulkeriem Alhanafi: Vom Flüchtling zum erfolgreichen Handwerker Handwerkskammer Ulm

Wegen des Kriegs war er mit seiner Familie zuerst nach Libyen geflohen, dann über Italien und Österreich nach Deutschland. Über Freunde und Familienangehörige sind sie nach Schwäbisch Gmünd gelangt. Ein Jahr später bekam er den Aufenthaltstitel. Alhanafi hat eine Sprachschule und die Abendhauptschule besucht, bevor er über einen Bekannten an seinen Ausbildungsbetrieb vermittelt wurde.

Alhanafi sei kein Einzelfall, schreibt die Handwerkskammer. 60 Prozent der Geflüchteten bestehen die Prüfungen am Ende der dualen, handwerklichen Ausbildung.

Im Kammerbezirk Ulm machen derzeit 700 Geflüchtete eine Ausbildung. Ein „Willkommenslotse“ der Kammer unterstützt Betriebe, die Geflüchtete ausbilden und beschäftigen wollen.

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