Experten haben am Donnerstagvormittag eine Fliegerbombe bei Günzburg gesprengt. (Foto: z-media Ralf Zwiebler)

Auch Teile des Legolandes waren gesperrt

Sperrung A8 aufgehoben: Fliegerbombe bei Günzburg gesprengt

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Experten haben am Donnerstagvormittag eine Fliegerbombe bei Günzburg gesprengt. Es sei "problemlos" verlaufen. Die A8, die B16 und Teile des Freizeitparks Legoland waren gesperrt.

Die Sprengung erfolgte gegen 10:30 Uhr. Am Fundort der Bombe stieg Rauch auf. Laut Sprengmeister verlief "alles problemlos". Es habe keine Verletzten und keinen Sachschaden gegeben, berichtete die Polizei.

Die A8 musste zwischen Günzburg und Burgau für etwa 45 Minuten gesperrt werden, vor den Ausleitungen staute sich der Verkehr auf rund fünf Kilometern Länge. Zehn Minuten nach der Sprengung wurde die viel befahrene Autobahn wieder freigegeben.

Bei der Bombe handelte es sich um eine deutsche Fliegerbombe mit einer Nettosprengmasse von etwas mehr als 30 kg (Foto: Pressestelle, Polizei Schwaben Südwest)
Bei der Bombe handelte es sich um eine deutsche Fliegerbombe mit einer Nettosprengmasse von etwas mehr als 30 kg. Pressestelle Polizei Schwaben Südwest

Teile des Legolandes und ein Gewerbegebiet evakuiert

Die Polizei richtete im Umkreis von 500 Metern um den Fundort eine Sicherheitszone ein, die evakuiert werden musste. In dem Bereich lagen auch Teile des Freizeitparks Legoland und ein Gewerbegebiet. Ein Hubschrauber hatte noch die Fläche nach Menschen abgesucht.

Die Fliegerbombe wurde am Mittwochvormittag südlich der A8 bei Günzburg in der Nähe des Gewerbegebietes Deffingen-Süd bei Bodenuntersuchungen entdeckt. Experten mussten die Bombe laut Polizei vor Ort sprengen, eine Entschärfung ist nicht möglich.

Experten haben am Donnerstagvormittag eine Fliegerbombe bei Günzburg gesprengt. (Foto: z-media Ralf Zwiebler)
Die A8 musste zwischen Günzburg und Burgau für etwa 45 Minuten gesperrt werden, vor den Ausleitungen staute sich der Verkehr. z-media Ralf Zwiebler

Fliegerbombe untypisch für Zweiten Weltkrieg

Bei der Bombe handelte es sich nicht um eine typische Fliegerbombe der Alliierten, sondern um eine Bombe der Wehrmacht aus einem Munitionslager, das sich früher auf dem heutigen Gelände des Legolands befunden hat. Das Lager hatten die Amerikaner nach dem Krieg gesprengt, die Bombe wurde dabei mehrere hundert Meter auf das Feld geschleudert.

Die Bombe hatte keinen Zünder mehr, sie galt aber trotzdem als gefährlich, weil sich durch die lange Lagerung explosive Kristalle gebildet hatten. Deshalb konnten die Experten die Bombe nicht abtransportieren, sondern mussten sie kontrolliert sprengen. Sie war mit 30 Kilogramm Sprengstoff gefüllt.

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