Brände und Vergiftungen durch falsches Heizen

Sparen bei den Heizkosten: Feuerwehr Günzburg warnt vor Experimenten

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Rainer Schlenz
Rainer Schlenz (Foto: Spiesz-Design/Sabine Weinert-Spieß)

Viele Menschen wollen in der aktuellen Energiekrise Heizkosten sparen. Aber manche Ideen für vermeintlich kostengünstiges Heizen sind lebensgefährlich, warnt die Feuerwehr in Günzburg.

Falsch eingesetzte Heizgeräte können zur Todesfalle werden, betont die Feuerwehr. Man gefährde sich und bringe auch andere Menschen in Lebensgefahr.

Grillkohle raucht auf einem Kohlegrill (Foto: SWR)
Holzkohlegrills in Innenräumen sind lebensgefährlich.

In Innenräumen mit Gas- oder Kohlegrills zu heizen, kann tödlich enden: Es entstehen lebensgefährliche Gase. Gefahr gehe auch von Gas-Heizstrahlern, Ethanol-Öfen und sogenannten Teelicht-Öfen aus, so die Feuerwehren aus dem Landkreis Günzburg. Natürlich sollte auch nicht mit offenem Feuer in Innenräumen geheizt werden.

Feuerwehr (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Manipulation von Gasthermen kann zu Vergiftungen, Bränden und sonstigen Unfällen führen, so die Feuerwehr. Picture Alliance

Anstatt zu experementieren, sollten Fachleute hinzugezogen werden - etwa die Kaminkehrer. Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzer müssen regelmäßig gewartet werden. Auf keinen Fall dürften diese Anlagen manipuliert werden. Nur bei richtiger Funktion seien Vergiftungen durch tödliches Kohlenmonoxid, Brände oder sonstige Unfälle vermeidbar.

"Der Mensch kann das gefährliche Atemgift weder riechen, sehen noch schmecken."

Mit steigender Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft kann eine Vergiftung zu erheblichen Beschwerden bis hin zum Tod führen. Zu den Symptomen zählen Schwindel, Schläfrigkeit, starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit und Schüttelfrost.

Kohlenmonoxidgefahr auch bei verstopften Zuluftöffnungen

Gasthermen oder andere offene Feuerstellen im Innenraum benötigen zudem eine ausreichende Luftversorgung. Niemals dürfen Zuluftöffnungen etwa in Türen oder Fensterrahmen verschlossen werden. Denn eine sauerstoffarme und unvollständige Verbrennung kann dazu führen, dass Kohlenmonoxid (CO) entsteht.

Vorsicht bei elektrischen Heizgeräten

Auch wer mit elektrischen Geräten wie Heizdecken und oder Heizlüftern für Wärme sorgen will, muss einiges beachten. Sie ersetzen in der Regel nicht eine normale Heizung und sind nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet. Heizdecken sollten eine automatische Abschalteinrichtung haben. Denn ansonsten droht Brandgefahr, wenn man einschläft.

Füße ragen aus einer grauen Heizdecke heraus - Heizdecken sollten eine Abschalteinrichtung haben, damit sie nicht zur Todesfalle werden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance  Roland Weihrauch dpa)
Todesfalle Heizdecke: Wichtig ist, dass Heizdecken eine automatische Abschalteinrichtung haben. Gibt es sie nicht und die Nutzer oder Nutzerinnen schlafen ein, besteht Brandgefahr. picture alliance Roland Weihrauch dpa

Gefahr droht auch, wenn es nach versengtem Kunststoff riecht oder wenn man Einzelgeräte an Mehrfachsteckdosen betreibt: Wegen der hohen Leistung der Geräte ist mit stärkerer Wärmeentwicklung an den Kontaktstellen zu rechen, die überhitzen können.

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