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Die Kreislandjugend Ulm will mit der Initiative "Feldweg-Check" die Natur im Alb-Donau-Kreis erlebbarer machen und über Landwirtschaft informieren. Der Selbsttest.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Feuerwehrhaus in Ballendorf, nördlich von Langenau im Alb-Donau-Kreis. Anja Buck von der Kreislandjugend Ulm ist dabei. Damit wir richtig starten können, zeigt sie auf einen grünen Pfeil im Asphalt am Straßenrand. "Auf der Strecke sind immer grüne 'Kreislandjugend Ulm'-Pfeile, damit man weiß, in welche Richtung man laufen muss", erläutert Buck.

Am Ortsrand von Ballendorf steht an einer Wiese das erste Schild auf dem "Feldweg-Check" zu lesen ist. Wir fahren weiter, vorbei an Feldern, Äckern, Wiesen, und ein Stück auf dem Lonetalradweg. Wir unterqueren eine Brücke der A7, wo der Verkehr hoch über den Köpfen hinwegrauscht und sind kurze Zeit später tief im Wald, lauschen dem Vogelgezwitscher. Dass es ausgerechnet in diesem Jahr den "Feldweg-Check" gibt, hat auch ein wenig mit der Corona-Pandemie zu tun. "Die Grundidee gab es schon vor drei Jahren. Da haben wir es nicht umgesetzt. Jetzt zur Coronazeit haben wir gesagt: wir brauchen eine Aktion", erklärt Anja Buck. Und so entstand der "Feldweg-Check".

Wissenswertes über Raps & Co.

Regelmäßig kommen wir an Info-Schildern vorbei. Dabei erfährt man, wie unterschiedlich Raps verwendet werden kann - vom Öl in der Küche bis zum Biokraftstoff -, man lernt den Nutzen von Wäldern kennen oder entdeckt auf einem Schild über verschiedene Getreidesorten ein Backrezept für ein saftiges Vollkornbrot. Auf den Schildern ist zusätzlich ein QR-Code um die Wegstrecke einzuscannen und um auch die anderen Strecken kennenzulernen.

Feldwege-Check: Ernst und Anja Buck stehen mit ihren Rädern auf einem der Feldwege-Check-Routen (Foto: SWR, Walter Notz)
Ernst und Anja Buck erklären, wie das Konzept des "Feldweg-Checks" funktioniert. Walter Notz

Ernst Buck, der 1.Vorsitzende vom Kreisbauernverband Ulm/Ehingen, begleitet uns und verspricht sich einiges von dieser Aktion. "Aufklärung der Bevölkerung. Leute, die aus der Stadt die Route ablaufen oder fahren und hier dabei noch lernen", sagt er. Auch Buck selbst komme an Stellen vorbei, die er zuvor noch nicht gesehen hat. "Auch für mich ist es interessant", sagt der Vorsitzende.

Vierte "Feldweg-Check"-Route in Planung

Drei "Feldweg-Check"-Strecken gibt es. Neben Ballendorf eine bei Berghülen, eine bei Rißtissen. Eine vierte Route entsteht demnächst bei Oberstadion, zwischen Ehingen und Biberach an der Riß. Unterwegs lassen sich natürlich auch Tiere in freier Natur beobachten. Wir sehen Störche auf einer Wiese, ein Milan kreist über uns. Vor allem früh morgens und abends haben Wanderer die Chance zur Tierbeobachtung. "Mal eine Viertelstunde ruhig sein und sitzen bleiben", empfiehlt Buck.

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