Verurteilung durch Stadt und Gemeinderat

Farbschmierereien in Erbach-Dellmensingen - Tatverdächtige stellen sich

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Brücke unter der eine sogenannte Flutmulde eingebaut ist (Foto: Franz Glogger)
An dieser Hochwasserbrücke waren Anfang Oktober die Farbschmierereien entdeckt worden. Franz Glogger

Im Zusammenhang mit mutmaßlich antisemitischen Farbschmierereien an einer Hochwasserbrücke in Erbach-Dellmensingen (Alb-Donau-Kreis) haben sich jetzt zwei Tatverdächtige gestellt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, hätten die 18 und 19 Jahre alten Männer eingeräumt, das Viadukt bereits Anfang September mit Farbe besprüht zu haben. Die Ermittlungen der Ulmer Kriminalpolizei zu den Motiven und den Hintergründen für die Tat dauern an. Auf die Tatverdächtigen kommen nun Strafanzeigen zu.

Stadt und Gemeinderat Erbach verurteilen Farbschmierereien

Die Farbschmierereien an dem Viadukt in Dellmensingen waren Anfang Oktober nach der Enthüllung eines Gedenksteines zur Erinnerung an die Bewohnerinnen und Bewohner des jüdischen Zwangsaltenheims in Erbach-Dellmensingen an einer Hochwasserbrücke entdeckt worden. Die Stadt Erbach teilte danach mit, die Schmierereien hätten "vermeintlich antisemitische, beleidigende und hetzerische Inhalte, mit denen die gesamte Dellmensinger Bevölkerung verunglimpft" werde. Der Erbacher Gemeinderat verurteilte dies, "als Angriff auf die Grundwerte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung."

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