Unfall zwischen Neu-Ulm und Senden: Wohnmobil ist komplett zerstört (Foto: Mario Obeser)

Betrunkener gerät auf Gegenspur

So erlebte die Familie im Wohnmobil den Unfall zwischen Neu-Ulm und Senden

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Bei einem Unfall zwischen Neu-Ulm und Senden wurde am Samstag das Wohnmobil einer vierköpfigen Familie komplett zerstört. Wie sie das Geschehene erlebte, schildert sie im Gespräch.

Gemeinsam mit seinem Bruder saß Robin Jeske hinten auf der Rückbank des Wohnmobils. Er hörte Musik, bekam gar nicht wirklich mit, was am Samstagmittag passierte. Seine Mutter hatte aufgeschrien und sein Stiefvater geflucht, erzählt er. "Auf einmal macht es bumm, ich mache die Augen auf und über uns ist kein Dach mehr."

Familie, die den Unfall in Neu-Ulm miterlebt haben (Foto: SWR, Michael Binder)
Bianka, Rainer, Linus und Robin Jeske stehen nach dem Unfall ohne Wohnmobil da. Michael Binder

Familie kommt mit leichten Verletzungen davon

Der 16-Jährige war mit seiner Familie aus dem Landkreis Barnim in Brandenburg mit dem Wohnmobil im Kreis Neu-Ulm unterwegs. Dann krachte ein betrunkener Autofahrer in das Wohnmobil. Dieses wurde dabei über die Fahrbahn geschleudert und landete zerstört im Straßengraben. Die Familie hatte Glück. Mit leichten Verletzungen klettern die vier aus ihrem Wohnmobil raus - oder eher aus dem, was noch von dem Gefährt übrig geblieben war.

"Leichte Verletzungen, Schleudertrauma, ein paar blaue Flecken", erzählt Robin. Auch zwei Tage nach dem Unfall kann der 16-Jährige noch nicht realisieren, was genau passiert ist. "Es ist schwer für uns zu realisieren", sagt er. Seinen Vater Rainer Jeske beschäftigt vor allem, dass der Unfallverursacher betrunken gewesen war. "Wir waren im Grunde genommen zur falschen Zeit am falschen Ort", sagt er.

Vom Wohnmobil blieb nicht viel übrig

Für einen Coronatest seien sie in Senden gewesen. Für seinen zehnjährigen Sohn Linus. Auf dem Weg zur Autobahn sei der Unfall passiert. Rainer Jeske erinnert sich vor allem an die Kollision. Ein paar Erinnerungslücken hat er. "Alles flog um uns herum", schildert er. Als seine Familie wieder zu sich gekommen war, sei nur noch das Gestell da gewesen. "Die Kinder saßen angeschnallt auf ihren Sitzen, mehr war von dem Wohnmobil nicht übrig."

Das zerstörte Wohnmobil wurde jetzt vorübergehend durch einen Mietwagen ersetzt. "Wir wollen wieder Richtung Heimat", sagt Robin Jeske. Die 700 Kilometer komplett am Stück fahren, will die Familie nicht. "Wir wollen das ein bisschen splitten. Es ruhiger angehen lassen", sagt sein Vater. Statt zwei Wochen Sardinien verbringt die Familie aus Norddeutschland den Urlaub jetzt in der Heimat. Dort wird das Geschehene erstmal verarbeitet. "Den Kleinsten hat es am Übelsten erwischt, der hat heftige blaue Flecke. Meine Frau ist psychisch sehr betroffen", sagt Rainer Jeske.

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