Noch 3.300 Bürger betroffen

Evakuierung wegen Bombenentschärfung in Aalen fällt kleiner aus

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Im Zuge der Bombenentschärfung im Aalener Neubaugebiet "Tannenwäldle" Anfang März müssen weniger Menschen ihre Wohnungen verlassen als bisher geplant.

Bei der geplanten Bombenentschärfung am 5. März 2022 in Aalen müssen nach Mitteilung der Stadt rund 3.300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Das ist etwa ein Drittel weniger, als zuletzt angenommen. Die Betroffenen werden schriftlich über das geplante Vorgehen informiert. Die konkreten Straßenzüge und Gebäude in Aalen sollen am Donnerstag in einer Allgemeinverfügung der Stadt genannt werden.

Lageplan von Evakuierungszone und Gefährdungsbereich (Foto: Stadt Aalen)
Lageplan der Evakuierungszone mit einem rot markierten Gefährdungsbereich. Stadt Aalen

Evakuierung ähnlich wie in der ersten Planung

Mit der Korrektur sind die Zahlen jetzt ähnlich wie bei der ersten Planung. Nachdem die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, war die Stadt zunächst davon ausgegangen, dass etwa 3.400 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Weil es in dem Gebiet kaum hohe Häuser gibt und im Falle einer Explosion die Splitter weit fliegen können, wurde das Gebiet vor einer Woche erweitert. Seitdem war man von einer Evakuierung von 5.000 Menschen ausgegangen. Jetzt hat die Stadt das betroffene Gebiet in Absprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wieder reduziert.

Gefährdungszone eingerichtet

Um die Evakuierungszone befindet sich nun stellenweise eine Gefährdungszone. Dort können die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Zuhause bleiben, die Stadt empfiehlt ihnen allerdings, das Gebäude während der Entschärfung nicht zu verlassen. Wer in der Evakuierungszone wohnt, erhält in den kommenden Tagen einen Brief von der Stadtverwaltung. Darin werden die Bewohnerinnen und Bewohner aufgefordert, sich zu melden, falls Hilfe bei der Evakuierung benötigt wird. Die Briefe sollen bis zum 23. Februar zurückgeschickt werden.

Großangelegte Bombenentschärfung am 5. März

Anfang März will der Kampfmittelbeseitigungsdienst die 250 Kilo schwere Bombe entschärfen. Etwa 500 Helferinnen und Helfer werden im Einsatz sein, es werden Notunterkünfte eingerichtet, die Polizei will Drohnen und eine Reiterstaffel einsetzen. Es gibt außerdem ein Bürgertelefon unter der Nummer 07361-52 10 25 zu den Bürozeiten des Aalener Rathauses. Weitere Informationen sind auch auf der Homepage der Stadt Aalen zu finden.

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SWR