Straßensperrungen wegen der Bombenentschärfung in Aalen (Foto: SWR, Frank Polifke)

Mehr als 3.000 Menschen mussten Häuser verlassen

Fliegerbombe in Aalen erfolgreich entschärft

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Die 1.000 Kilo schwere Fliegerbombe in Aalen ist am Samstagmittag erfolgreich entschärft worden. Laut Stadt verlief sowohl die Evakuierung als auch die Entschärfung nach Plan.

Um kurz vor halb eins am Mittag hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung begonnen. Bereits gut eine halbe Stunde später gab die Stadt Entwarnung. Die Bombe konnte demnach ohne Probleme entschärft werden. Bereits am frühen Samstagmorgen war das Gebiet beim Tannenwäldle in Aalen (Ostalbkreis) evakuiert worden. Insgesamt mussten rund 3.300 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

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Der 1.000 Kilogramm schwere Sprengkörper aus amerikanischer Herstellung wurde bei Bauarbeiten für ein neues Wohngebiet entdeckt. Die Bombe stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Wäre eine Entschärfung nicht möglich gewesen, wäre die Bombe kontrolliert gesprengt worden. Dazu waren in den vergangenen Tagen bereits große Mengen Sand zum Fundort der Fliegerbombe geschafft worden.

Sandsäcke sollen einen Schutzwall bilden zur Entschärfung einer Fliegerbombe in Aalen (Foto: SWR, Frank Polifke)
200 Sandsäcke waren als Schutzwall hufeisenförmig um den Fundort geschichtet worden. Frank Polifke

OB Brütting mit Vorgehen zufrieden

Oberbürgermeister Frederick Brütting (SPD) sagte dem SWR, dass die Evakuierung und auch die Bombenentschärfung nach Plan verlaufen sei. Sogenannte Räumtrupps hatten sich am Vormittag vergewissert, dass sich keine Anwohnerinnen und Anwohner mehr in ihren Häusern und Wohnungen befanden. Rund 600 Kräfte der Polizei und Rettungsdienste waren im Einsatz.

Einsatzkräfte der THW kontrollieren in Aalen an Haustüren, ob alle die Evakuierungszone verlassen haben (Foto: SWR, Frank Polifke)
Räumungstrupps hatten kontrolliert, ob alle Anwohnerinnen und Anwohner den Bereich verlassen hatten. Frank Polifke

Unternehmen müssen ihre Produktion einstellen

Während der Entschärfung mussten auch mehrere Unternehmen ihre Produktion einstellen. Das Betretungsverbot galt etwa auch für Post- und Lieferdienste, Reinigungsdienste sowie Handwerksbetriebe.

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