Milder Verlauf der Krankheit

Erster Fall von Affenpocken im Landkreis Günzburg nachgewiesen

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Im Landkreis Günzburg ist ein erster Fall von Affenpocken nachgewiesen worden. Der betroffene Mann hat sich laut Landratsamt vermutlich im Urlaub angesteckt.

Eine Probe wird auf Affenpocken untersucht.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Carlos Luján)
Im Landkreis Günzburg ist ein erster Fall von Affenpocken nachgewiesen worden. picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Carlos Luján

Das Landratsamt Günzburg hat den ersten Fall von Affenpocken in der Region offiziell bestätigt. Es ist der erste nachgewiesene Fall von Affenpocken in der Region zwischen Ostwürttemberg und Oberschwaben.

Milder Verlauf von Affenpocken bei Patient aus Kreis Günzburg

Der betroffene Mann aus dem Kreis Günzburg habe sich auf einer Reise infiziert, allerdings nicht in Afrika, wo Affenpocken vor allem endemisch, also örtlich begrenzt, vorkommen, teilte das Landratsamt weiter mit. Der Mann habe sich in ein Krankenhaus begeben und sei dort isoliert worden. Er befinde sich auf dem Weg der Genesung, die Krankheit weise bislang einen milden Verlauf auf. In Bayern gibt es damit inzwischen sechs Affenpocken-Fälle.

Laut RKI deutschlandweit 44 Fälle von Affenpocken

Deutschlandweit gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instits (RKI) inzwischen 44 Fälle. Diese Fälle stehen laut RKI im Zusammenhang mit weiteren Affenpocken-Fällen, die im Mai in verschiedenen Ländern außerhalb Afrikas registriert worden sind. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder auch über kontaminierte Gegenstände ist möglich, vornehmlich durch direkte und enge Kontakte. Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung.

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