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Gibt es Kontakte zur rechtsextremen Szene? Das prüfen die Ermittler nach einer Razzia vor einer Woche bei Waffenbesitzern in ganz Süddeutschland. Inzwischen ist auch mehr über die Waffen bekannt.

Zwei der Tatverdächtigen seien bereits "staatsschutzrelevant" in Erscheinung getreten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Polizei Ulm. Warum genau der Staatsschutz die Männer im Visier hatte, wird nicht bekannt gegeben. Ein rechtsextremer Bezug werde geprüft.

Kriegsähnliche Szenen im Wald?

Ende vergangener Woche hatte die Polizei ein Waldstück im Kreis Biberach durchsucht. Insgesamt 19 Männer und Frauen werden beschuldigt, dort kriegsähnliche Szenen nachgestellt haben. Gegen sie wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Waffen- und Versammlungsgesetz sowie des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt.

Kriegsspiele im Wald - hier sollen sich die Männer in Wehrmachtsuniformen getroffen haben (Foto: privat)
Kriegsspiele in einem Wald im Kreis Biberach - die Polizei prüft rechtsextreme Bezüge privat

Außerdem wurden 17 Wohnungen im süddeutschen Raum durchsucht, unter anderem in den Landkreisen Biberach, Esslingen, Sigmaringen, im Ostalb- und im Rems-Murr-Kreis. Die Beamten stellten mehrere hundert Waffen sicher, darunter auch Kriegswaffen. Ein Teil der Waffen war echt, wie die Behörden jetzt mitteilten. Teilweise waren es aber auch sogenannte Anscheinwaffen.

Razzia mit Polizisten (Foto: dpa Bildfunk, Jens Büttner)
Rund 400 Beamte unter Leitung des Ulmer Polizeipräsidiums haben in Gebäuden in ganz Süddeutschland nach Kriegswaffen gesucht. (Symbolbild) Jens Büttner

Verfassungsfeindliche Symbole

An vielen der beschlagnahmten Uniformen stellten die Ermittler nach Polizeiangaben verfassungsfeindliche Symbole fest. Außerdem wurden im Kreis Biberach und im Rems-Murr-Kreis Militärfahrzeuge, unter anderem aus Wehrmachtszeiten, sichergestellt.

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