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Eine Ordensschwester, die im Sommer 2019 einen 13 Monate alten Jungen in Gundelfingen (Kreis Dillingen) mit ihrem Wagen überrollt hat, muss sich dafür juristisch nicht verantworten.

Das schwer verletzte Kind starb einen Tag später in einem Krankenhaus. Der Unfall passierte auf dem Parkplatz eines Kinderheims in Gundelfingen. Das Ermittlungsverfahren gegen die 78-Jährige sei mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg einen Bericht der "Donau-Zeitung".

Das Ermittlungsverfahren gegen die 78-Jährige sei mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Das Ermittlungsverfahren gegen die 78-Jährige sei mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg. (Sujetbild) picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ordensschwester einigt sich mit Familie des toten Jungen

Von einer Strafe sei vor allem wegen der Anwendung des "Täter-Opfer-Ausgleichs" abgesehen worden: Demnach hat sich die Ordensschwester mit der Familie des getöteten Jungen geeinigt. So leistete ihr Orden unter anderem Schadenersatz an die Familie und will diese auch künftig unterstützen. Außerdem sei die Lebensleistung der Schwester gewürdigt worden, die sich immer in den Dienst ihrer Mitmenschen gestellt habe.

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