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Am Landgericht Ellwangen wurde am Dienstag der Prozess um drei Morde in Sontheim/Brenz fortgesetzt. Es ging um einen möglichen Mittäter beim ersten Mord, der in Italien in Haft sitzt.

Der Verwandte der drei Angeklagten sitzt in Italien wegen Drogenhandels in Haft. Laut Gericht könnte der heute 33-Jährige seinem Onkel bei der Beseitigung der Leiche im ersten Mordfall geholfen haben, so eine bislang unbewiesene Vermutung.

Schilder mit Hinweisen Landgericht und Staatsanwaltschaft am Gerichtsgebäude in Ellwangen  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Stefan Puchner/dpa)
Landgericht Ellwangen (Symbolbild) picture alliance/Stefan Puchner/dpa

Vom Opfer fehlt jede Spur

Von dem Opfer, dem Schwiegersohn des 55-jährigen Hauptangeklagten, fehlt bis heute jede Spur. Ebenso wie vom möglichen Mittäter. Offizielle Nachfragen der Ellwanger Behörden in Italien blieben bislang unbeantwortet.

Italienische Tageszeitung berichtete

Allerdings berichtete eine sizilianische Tageszeitung mit Namen und Bild von der Verurteilung und Inhaftierung des Mannes. Dies teilte ein Anwalt dem Ellwanger Gericht letzte Woche mit. Die Kammer prüfte seither, wie mit den neuen Erkenntnissen umgegangen werden soll.

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