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Das Bundessozialgericht hat in einem Fall zu wenig gezahlter Sozialbeiträge gegen ein Unternehmen aus Neu-Ulm entschieden. Das Möbelhaus hatte mit seinen Angestellten eine so genannte "Nettolohnoptimierung" vereinbart. Konkret hatte das Unternehmen im Jahr 2010 mit mehreren Beschäftigen ausgemacht, auf einen Teil des Bruttolohns zu verzichten es ging um 250 bis zu 640 Euro weniger. Es seien stattdessen Tankgutscheine und Mietzahlungen für Werbeflächen auf den Autos der Beschäftigten ausgegeben worden. Auf die Gutscheine und Mietzahlungen zahlte das Unternehmen keine Sozialversicherungsbeiträge. Die Rentenversicherung forderte die Zahlung nach. Zu Recht, hat am Dienstag das Bundessozialgericht in Kassel entschieden. Die Sozialbeiträge müssen auf alle laufenden und einmaligen Einnahmen gezahlt werden. Sonderleistungen seien nur dann von Sozialversicherungsbeiträgen frei, wenn sie zusätzlich zum vereinbarten Bruttolohn gezahlt würden.

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