Landratsamt schafft zusätzliche Plätze im Schülerverkehr

Überfüllte Schulbusse: Kinder aus Westhausen warten vergeblich

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Anja Müller

Zu volle Busse sorgen in Lauchheim und Westhausen für Ärger. Kinder würden einfach an den Haltestellen stehen gelassen. Das Landratsamt des Ostalbkreises hat jetzt reagiert.

Es soll schneller Abhilfe geschaffen werden als noch zu Beginn der Woche angekündigt. Bereits seit Mittwoch, den 21.September, werde der bisherige Schulbus mit 80 Plätzen durch einen Gelenkbus mit 130 Plätzen ersetzt, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes des Ostalbkreises mit.

Zusatzbus im Schülerverkehr

Ab Montag, den 26.September, wird darüber hinaus ein Zusatzbus eingesetzt, der weitere 70 Plätze umfasst. Man werde beobachten, ob das Angebot dann ausreiche und die Schüler in Westhausen wieder mit dem Bus zur Schule kommen - und nicht an der Haltestelle stehen gelassen werden.

Schulkinder warteten vergeblich

Seit dem Schulbeginn nach den Sommerferien waren die Busse am Morgen immer wieder an den Haltestellen in Westhausen vorbeigefahren. Die Busse in Richtung Aalen seien bereits in Lauchheim so überfüllt, dass in Westhausen kein Kind mehr zusteigen könne, berichteten Eltern der "Schwäbischen Post".

"Meine Tochter saß seit Schulbeginn noch kein einziges Mal im Bus"

Die verärgerte Mutter musste laut Bericht ihre Kinder selbst in die Schule fahren. Durch die aktuelle Sperrung der B29 nehme die Fahrt von Westhausen nach Aalen aber viel Zeit in Anspruch, vor allem wenn man selbst zur Arbeit müsse. Außerdem zahle man doppelt. Einmal die Busfahrkarte und dann zusätzlich den Sprit, wenn man doch das Auto nehmen müsse.

Grund für die vollen Busse sind Bauarbeiten auf der Riesbahn

Wegen Bauarbeiten auf der Riesbahn ist zwischen Donauwörth und Aalen noch bis mindestens 9. Oktober ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Das Landratsamt vermutet, dass die Kapazität der Ersatzbusse von DB Regio nicht ausreicht und Pendler deshalb in die Schulbusse einsteigen.

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