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Der Hauptangeklagte im Prozess um die Morde in Sontheim ist am Montagmorgen zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Seine zwei Söhne wurden bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Mit dem Urteil gegen den Mehrfach-Mörder aus Sontheim folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Es stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Damit kommt der 55-Jährige unbefristet hinter Gitter. Die Verteidigung des Täters hatte ebenfalls auf lebenslang plädiert, das Gericht aber gebeten, auf die Sicherungsverwahrung zu verzichten.

Im Prozess um drei Morde in Sontheim (Kreis Heidenheim) wird das Urteil vor dem Landgericht Memmingen erwartet (Foto: SWR, Hendrik Zorn)
Der 55-jährige Hauptangeklagte soll bei den Morden in Sontheim (Kreis Heidenheim) die treibende Kraft gewesen sein. (Archivbild) Hendrik Zorn

Söhne bereits verurteilt

Die zwei Söhne des 55-Jährigen waren bereits am Freitag verurteilt worden: Der eine muss wegen Mordes in zwei Fällen für 15 Jahre ins Gefängnis. Der andere wurde wegen Beihilfe zum Mord zu neun Jahren Haft verurteilt.

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Vater erleidet Schwächeanfall

Kurz vor der Verkündung der Strafen hatte der Vater einen Schwächeanfall erlitten und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuvor hatte der 55-jährige erklärt, er bereue seine Taten.

Laut Anklage hat er als Haupttäter im Jahr 2008 den Ehemann und 2014 den neuen Lebensgefährten seiner Tochter erwürgt. Im dritten Fall im Mai 2019 haben demnach der Vater und der ältere Sohn aus Habgier einen Geschäftsmann ermordet und bestohlen.

Mindestens zwei Opfer wurden erwürgt, zerstückelt und die Leichenteile entsorgt. Vom ersten Opfer fehlt jede Spur.

Zeuge aus Italien

Das Landgericht Ellwangen hat das Verfahren um den ersten mutmaßlichen Mord im Jahr 2008 gegen den Vater abgetrennt und auf das nächste Jahr verschoben. Es soll noch ein Verwandter, der in Italien eine Haftstrafe verbüßt, als Zeuge gehört werden.

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