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Lange Zeit hat in Ulm nicht viel an den berühmtesten Sohn der Stadt, Albert Einstein, erinnert. Das soll sich ändern, mit einem Museum und einem Einstein-Erlebniszentrum - dem Albert Einstein Discovery-Center.

Wenn es nach den Architekturstudenten der Technischen Hochschule Stuttgart geht, dann bekommt der Physiknobelpreisträger bald eine hochmoderne Pilgerstätte für Einstein- und Physikbegeisterte. Sie soll groß werden und einen prominenten Platz in der Stadt bekommen. Wie sie aussehen könnte, kann man sich in der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte in einer Ausstellung anschauen.

Eine riesige, kreisrunde, weiße Kugel vielleicht? Oder gleich mehrere Kugeln, mit begehbaren Röhren verbunden? Oder ein Quader mit Glasfassade, auf dessen Dach drei trichterförmige Vertiefungen die Krümmung der Raumzeit durch Gravitation nachbilden? Alles kreative Ideen, die der Vorsitzenden des Vereins "Albert Einstein Discovery Center Ulm", Nancy Hecker-Denschlag, gut gefallen.

Zwei Standorte in Ulm zur Auswahl

Zwei Standorte stehen für das künftige Erlebniszentrum zur Auswahl: Neben dem Ulmer Theater in der Stadt und direkt an der B10. Die Standorte seien genauso unterschiedlich wie die Konzepte. In den Räumen der Sparkasse oder im Internet auf der Seite des Vereins können die Besucher ihren Favoriten auswählen. Das Ergebnis der Abstimmung ist aber nicht bindend, denn noch stehen weder Standort noch Finanzierung für das Projekt.

Fest stehe dagegen das dreiteilige Konzept des Zentrums, sagt Hecker-Denschlag: "Es gibt einen Teil über Einstein selbst, es gibt ein 'Science Center' mit der Möglichkeit zum Experimentieren und einen Teil über Einsteins Theorien in unserer modernen Welt."

Ein Einstein-Erlebniszentrum soll künftig in Ulm an den berühmtesten Sohn der Stadt erinnern. (Archivbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Thomas Burmeister)
Der Verein "Albert Einstein Discovery Center Ulm" will den berühmtesten Sohn der Stadt sichtbarer machen (Archivbild) picture alliance/dpa/Thomas Burmeister

2029 soll das Discovery-Center fertig sein

Bis 2029, pünktlich zum 150. Geburtstag von Albert Einstein, soll das Discovery-Center fertig sein - während ein Museum am Ulmer Weinhof schon Ende kommenden Jahres seine Pforten öffnen soll. Den Einwand, dass Einstein mit Ulm gar nicht so viel zu tun hatte - er lebte dort nur die ersten 15 Monate - lässt Hecker-Denschlag nicht gelten: "Seine Familie waren Schwaben, die kamen aus Bad Buchau. Und wenn man ihn hört, dann hört man den schwäbischen Dialekt."

Volker Beker hat Einsteins Geburtshaus aus rund 18.000 Lego-Klötzchen nachgebaut. (Foto: SWR, Timo Staudacher)
Volker Beker hat Einsteins Geburtshaus aus rund 18.000 Lego-Klötzchen nachgebaut. Timo Staudacher

Eines der ersten Ausstellungsstücke für das künftige Erlebniszentrum steuert übrigens Volker Beker bei: Er hat Einsteins Geburtshaus aus rund 18.000 Lego-Klötzchen nachgebaut. Dafür musste er jede Menge recherchieren, denn das Haus gibt es nicht mehr. Originalpläne und Originalfotos aus vergangenen Tagen haben ihm bei den Bauarbeiten geholfen.

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