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Feuerwehrleute aus Ulm helfen derzeit im Hochwasserkatastrophengebiet. Wie die Stadt mitteilte, starteten am Mittwochnachmittag elf Einsatzkräfte in Richtung Rheinland-Pfalz.

Die Ulmer Einheit organisiert vor Ort auch die Einsätze der Hochwasserzüge aus Biberach, Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis bis mindestens Samstag. Die Feuerwehrleute aus Schwäbisch Gmünd sind unterdessen wieder auf dem Rückweg. Sie halfen zwei Tage lang den Opfern im Katastrophengebiet von Rheinland-Pfalz.

Die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd hilft in den Hochwasser-Gebieten (Foto: Feuerwehr Schwäbisch Gmünd)
Bereit, Hochwasseropfern zu helfen - und das 48 Stunden lang. Feuerwehr Schwäbisch Gmünd

Der Einsatzort der Gmünder Feuerwehr war der vom Hochwasser verwüstete Kreis Ahrweiler. Um Mitternacht, von Montag auf Dienstag, erhielten sie ihren ersten Einsatzbefehl: Satelliten-W-Lan-Hotspots im vom Hochwasser zerstörten Ahrtal aufbauen, mehr als 20 Stationen über 50 Kilometer, berichtete der Gmünder Kommandant Uwe Schubert. Er war als Einsatzleiter vor Ort auch für Einsatzzüge etwa aus den Kreisen Heidenheim und Schwäbisch Hall zuständig, die ebenfalls vor Ort Hilfe leisteten.

"Sehr schwieriger Einsatz" im verwüsteten Hochwassergebiet

18 Satelliten-Stationen aufzubauen, das schafften die rund 100 Freiwilligen, die mit 25 Fahrzeugen im Einsatz waren, bis zum frühen Dienstagmorgen, mehr ging nicht.

"Straßen waren weg, Brücken nicht mehr befahrbar - es war ein sehr schwieriger Einsatz."

Man hoffe nun, dass die Betroffenen damit bald Kontakt mit Freunden und Bekannten aufnehmen könnten, "um ihnen zu sagen, dass sie am Leben sind und es ihnen so weit gut geht."

Die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd hilft in den Hochwasser-Gebieten (Foto: Feuerwehr Schwäbisch Gmünd)
Ein "sehr schwieriger Einsatz" für die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd in dem vom Hochwasser verwüsteten Ahrtal. Feuerwehr Schwäbisch Gmünd

"Voll motiviert", um Hochwasseropfern zu helfen

Am Dienstagmorgen wurden vier Einsatzgruppen aufs ganze Ahrtal verteilt, bis zum Einbruch der Dunkelheit habe man dann betroffene Häuser leergeräumt, berichtete der Gmünder Feuerwehrkommandant Uwe Schubert. Alle seien voll motiviert, Gutes zu tun und Hilfe zu leisten.

48-Stunden-Hochwassereinsatz mit wenig Schlaf

Und das 48 Stunden lang, unter voller Belastung und mit wenig Schlaf. Er selbst, erzählte Schubert, habe in der Nacht von Montag auf Dienstag "eine dreiviertel Stunde geruht", die anderen versuchten im Wechsel zu schlafen. Richtig schlafen könne man im Einsatzquartier eh nicht - "hier ist die Feuerwehr, die Bundeswehr, DLRG, DRK, alle Einheiten." Aber: Man sei ja hier, um zu helfen und nicht um zu schlafen.

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