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Der Druck auf den privaten Bahnbetreiber Go-Ahead steigt. Wegen fehlender Zuverlässigkeit gibt das Unternehmen den Betrieb auf der Frankenbahn vorübergehend ab. Was bedeutet das für die Remsbahn?

Die Remsbahn zwischen Stuttgart und Aalen könnte jetzt profitieren, weil Betreiber Go-Ahead all seine Kraft auf die verbleibenden Strecken konzentrieren und nach Optimierungsmöglichkeiten suchen könne, so die Hoffnung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums.

Zugtüren, die nicht aufgehen, Toiletten, die nicht funktionieren, Züge, die zu spät oder gar nicht kommen und keine Informationen dazu - das ist für viele Reisende seit dem Betreiberwechsel zu Go-Ahead auf der Remsbahn Realität. Viele Betroffene hatten bei einem Bürgerdialog im Aalener Landratsamt im März dieses Jahres von wahren Irrfahrten berichtet.

Die Remsbahn zwischen Stuttgart und Aalen (Foto: Imago, imago images/onw-images)
Die Remsbahn zwischen Stuttgart und Aalen könnte jetzt profitieren, so die Hoffnung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums. (Archivbild) Imago imago images/onw-images

Land sucht für zwei Jahre anderen Betreiber für Frankenbahn

Nach nur fünf Monaten Go-Ahead auf der Frankenbahn hatte das Land die Notbremse gezogen und sucht für den Bahnbetrieb auf der Strecke Stuttgart-Würzburg ein Unternehmen, das für zwei Jahre den Betrieb von Go-Ahead übernehmen kann.

Laut Medienberichten soll es zwischen Stuttgart und Aalen keinen Betreiberwechsel geben. Die Situation auf der Remsbahn sei nicht vergleichbar mit der auf der Frankenbahn.

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