Eine Frau wird gegen Corona-geimpft - In Deutschland gibt es eine Debatte um eine Corona-Impfpflicht (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Run auf Auffrischungsspritze erst Mitte des Monats erwartet

Corona-Drittimpfungen in Ulm, Aalen und Schwäbisch Gmünd zäh angelaufen

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Frank Polifke
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Sarah Umla (Foto: SWR)

In Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ulm sind am Mittwoch die Drittimpfungen gestartet. Von einem Ansturm auf die Impfzentren und Arztpraxen kann derzeit jedoch keine Rede sein.

Im Ulmer Impfzentrum ist an diesem Mittwoch weniger los als in den vergangenen Tagen. Ähnlich sieht es in den Arztpraxen aus, das sagte Karl-Heinz Tiedemann vom Vorstand der Kreisärzteschaft Schwäbisch Gmünd dem SWR: "Ganz vereinzelt, jedenfalls nicht im großen Stil" gebe es aktuell ein paar Drittimpfungen.

Kaum Drittimpfungen auf der Ostalb

Im Kreisimpfzentrum Ostalb in Aalen haben sich bis Mittwochmittag nur 15 Frauen und Männer für die dritte Corona-Spritze gemeldet. Das ist nach dem Leiter des Zentrums, Peter Schmidt, gerade mal ein Zehntel derer, die an diesem Tag zur Impfung angetreten sind. Berechtigt für die Drittimpfung sind unter anderem alle Pflegekräfte sowie Menschen über 80. Der Abstand zur zweiten Impfung muss jedoch mindestens sechs Monaten betragen.

Drittimpflinge erhalten einen mRNA-Impfstoff - also Biontech oder Moderna. Das gilt auch für die Geimpften, die zuvor Astrazeneca und Johnson&Johnson bekommen haben. Die Drittimpfung kann man in den Impfzentren bekommen, in den Arztpraxen. Und auch die mobilen Impfteams stehen wieder in den Startlöchern - für die Heime. "Die sind seit zirka 14 Tagen in der Vorbereitung, dass alles in den Pflegeheimen wieder organisiert ist", sagte Schmidt. In den kommenden Tagen sollen die ersten mobilen Impfteams in die Heime ausrücken.

Run auf Drittimpfung erst Mitte September

Der Leiter des Kreisimpfzentrums Ostalb geht davon aus, dass Mitte des Monats der Run auf die Drittimpfung so richtig Fahrt aufnehmen wird. Die Impfzentren selbst sind nur noch bis Ende des Monats mit an Bord. Danach sollen sie geschlossen werden. Karl-Heinz Tiedemann von der Kreisärzteschaft kritisiert das. Sie sollten wenigstens in abgespeckter Form bleiben, um die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen. Diese sehen sich nämlich nicht in der Lage, in die Pflegeheim zu gehen, so Tiedemann.

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