Ein Zug von Go-Ahead im Bahnhof: Weil Lokführer fehlen, fahren auch zwischen Ulm und München sowie zwischen Aalen und Augsburg weniger Züge. (Symbolbild)  (Foto: dpa Bildfunk, SWR, picture alliance/dpa | Fabian Sommer (Symbolbild))

Anderes Unternehmen hilft aus

Go-Ahead: Doch Regionalzüge auf der Riesbahn

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Jürgen Klotz

Auf der Riesbahn zwischen Aalen und Donauwörth fahren zum Fahrplanwechsel ab 11. Dezember jetzt doch Züge. Das teilt das baden-württembergische Verkehrsministerium mit.

Die Meldung war erst wenige Tage alt, dass der Bahnbetreiber Go-Ahead zum 11. Dezember auf der Riesbahn mit einem ausgedünnten Fahrplan startet. Jetzt meldet sich das baden-württembergische Verkehrsministerium zu Wort.

Neues Konzept nur als Zwischenlösung

Demnach hat Go-Ahead einen anderen Bahnbetreiber gefunden, der mit Regionalzügen im Zwei-Stunden-Takt einspringt. In naher Zukunft sollen Züge dann jedoch im vereinbarten Ein-Stunden-Takt fahren, fordert das Ministerium. Go-Ahead hatte den angekündigten Schienenersatzverkehr mit Bussen durch einen Mangel an Lokführern begründet. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Regelfahrplan erst im Juni 2023 angeboten werden kann.

Kritik an Informationspolitik von Go-Ahead

Nicht nur die angekündigten Zugausfälle stießen auf Unverständnis, auch die Kommunikationsstrategie des Unternehmens Go-Ahead. Der Landrat des Kreises Donau-Ries, Stefan Rößle, kritisierte die mangelnde Information durch den Bahnanbieter: "Bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten des Personalmangels hätte ich mir dennoch eine offene Verständigung über das Problem gewünscht." Von den gravierenden Einschränkungen der Riesbahn auf der Strecke Aalen-Donauwörth habe er aus einer Pressemitteilung erfahren, heißt es in der Mitteilung.

"Bayern first" fehl am Platz

Auch aus dem baden-württembergischen Verkehrsministerium kam bereits Kritik an den Plänen, die Go-Ahead für den Großraum Augsburg vorstellte. Ministerialdirektor Berthold Frieß sagte, Bayern dürfe den Go-Ahead-Verkehr im Nachbarland nicht wegen Personalmangels hintenan stellen. "Bayern first" sei hier fehl am Platz.

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