DLRG-Wasser-Rettungszentrum in Ulm eingeweiht (Foto: SWR, Walter Notz)

Neubau mit Festakt eingeweiht

DLRG Ulm hat Deutschlands modernstes Wasserrettungszentrum

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Das neue Wasserrettungszentrum der DLRG-Ortsgruppe Ulm ist am Samstag offiziell eingeweiht worden. Die Stadt Ulm hat das Gebäude komplett finanziert.

In dem Neubau sind nicht nur die Rettungskräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) untergebracht, künftig werden hier Einsatzkräfte wie Taucher und Taucherinnen sowie Strömungsretter auch aus- und weitergebildet. Beim Festakt zu Eröffnung des Neubaus waren am Samstag auch Ulms Oberbürgermeisters Gunter Czisch (CDU) und seine Neu-Ulmer Amtskollegin Katrin Albsteiger (CSU) dabei sowie eine Vertreterin des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat.

Ulmer DLRG-Rettungszentrum deutschlandweit einzigartig

Das neue DLRG-Rettungszentrum gilt als deutschlandweit einzigartig. Denn der Neubau ist nach Angaben der DLRG bundesweit das erste Wasser-Rettungszentrum, das allen derzeit zu beachtenden Anforderungen entspricht. Das Gebäude wurde am Neu-Ulmer Donauufer unweit des bisherigen Standortes errichtet, dies sei auch ein Beleg für die hervorragende länderübergreifende Zusammenarbeit, heißt es weiter.

Mit modernstem technischen Equipment ausgerüstet

In dem Neubau gibt es eine große Halle für die Einsatzfahrzeuge und gleich daneben einen Raum, in dem Sauerstoffflaschen befüllt und gelagert werden können. Im ersten Stock sind die Einsatzzentrale und auch Schulungsräume untergebracht. Sie sind mit modernstem technischen Equipment ausgestattet und können individuell aufgeteilt werden.

Außerdem gibt es Umkleideräume und Duschen, dazu einen Trockenraum für Neoprenanzüge und Schuhe sowie für die Taucherausrüstung der Rettungskräfte.

DLRG-Wasser-Rettungszentrum in Ulm eingeweiht (Foto: SWR, Walter Notz)
Das Röhrensystem im Trockenraum des Rettungszentrum ist von Fachleuten der DLRG Ulm entwickelt worden. Die ersten Neoprenanzüge trocknen schon. Walter Notz

Auch ein extra Raum für die Jugend der DLRG ist in dem Gebäude untergebracht. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch lobte in seiner Rede am Samstag ausdrücklich die Jugendarbeit der Ortsgruppe. Sie habe trotz zweier schwieriger Jahre in der Pandemie ihre Mitgliederzahl stabil halten können.

Platzmangel führte zu Neubau des modernen Rettungszentrums

Vor rund zehn Jahren begannen die Planungen für einen Neubau. Ein Grund war: Am bisherigen Standort der DLRG Ulm war kein Platz mehr für eine Erweiterung. Das neue Gebäude steht nun flussaufwärts unweit des alten Stützpunktes.

DLRG-Wasser-Rettungszentrum in Ulm eingeweiht (Foto: SWR, Walter Notz)
Markus Häußler ist Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Ulm (links), sein Stellvertreter ist Oliver Bernsau, beide stehen hier vor dem frisch eingeweihten Rettungszentrum. Walter Notz

"Rettungskräfte, Aus- und Weiterbildung von Einsatzkräften sowie die Jugendarbeit in einem Zentrum zu vereinen, das ist das neue Wasser-Rettungszentrum."

Stadt Ulm als Investor und Eigentümer des Wasser-Rettungszentrums

Rund 4,5 Millionen Euro hat die Stadt Ulm in den Neubau investiert, ihr gehört auch das Gebäude. Die Planungen sehen teilweise herausfordernd gewesen, so OB Czisch, denn bislang habe es eine solche moderne Wasser-Rettungszentrale in Deutschland noch nicht gegeben.

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