Aufführung Schneekönigin am Theater Ulm in blauem Bühnenlicht (Foto: Theater Ulm)

Weihnachtsmärchen am Theater Ulm

Wie zwei Freunde das Herz der Schneekönigin schmelzen lassen

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AUTOR/IN
Isabella Hafner

Das Theater Ulm zeigt Kindern mit dem Andersen-Märchen "Die Schneekönigin", wie wichtig Gefühle sind. Es ist bis zum 26. Dezember zu sehen. Zur Premiere kamen 600 Kindern.

Auf eine Reise ins Reich der kalten Herzen hat das Theater Ulm zahlreiche Kindergarten- und Schulkinder mitgenommen. Eine Reise, gespickt mit Liebe, Freundschaft, schlimmen Gefahren und einer heldenhaften Rettung. Von all dem handelt nämlich Hans Christian Andersens mehr als 150 Jahre alte Märchen "Die Schneekönigin".

Und das geht im Großen Haus des Theaters so: Ein Holzhaus, ein Rosengarten und mittendrin die Freunde Kay und Gerda. Sie sind gut drauf, spielen und tollen herum. Dann aber fährt Kay plötzlich ein Stich ins Herz. Und der hat Konsequenzen.

Mit einem Mal ist alles anders zwischen den Freunden

Gerda versteht die Welt nicht mehr. Aus dem netten Kay ist auf einen Schlag ein aggressiver Junge geworden, der sie nachäfft. Alles findet er hässlich. Und er redet nur noch von der bezaubernden Schneekönigin. Dann verschwindet er auch noch. Gerda ahnt: Diese besagte, gefühlskalte Frau, von der ihr Opa erzählt hatte, muss Schuld daran sein. Sie hat Kay in ihren Eispalast am Nordpol entführt.

Gerda trifft auf die Schneekönigin in ihrem Eispalast (Foto: Theater Ulm)
Gerda trifft auf die Schneekönigin Theater Ulm

Also startet das Mädchen eine abenteuerliche Rettungsmission und findet Hilfe bei allerlei Wesen, zum Beispiel einem Raben. Der motiviert sie genauso zur Suche wie das junge Publikum - wobei das den Ermutigungskuss des Raben auf Gerdas Stirn mit einem lauten "iiiiiiiii" quittiert. Überhaupt gibt es zum Entsetzen der Kinder unglaublich viele Küsse im Stück.

Die rund 600 Kinder im Publikum feuern Gerda bei der Suche an

Neele Schmidt und Jan Walter, die Gerda und Kay spielten, spürten das ganze Stück über, wie sehr die Kinder mitfieberten. "Natürlich ist das wahnsinnig schön, wenn man mitbekommt, wo gehen die besonders mit, was interessiert sie besonders", sagt Schmidt. Und Jan Walter fügt hinzu: "Und es war wunderschön, dass wirklich so viele Kinder mit ihrer geballten Energie uns zugerufen haben." Die Kinder warnten Schmidt vor den Räubern und riefen ihr auch zu, dass sie genau wüssten, wo sich ihr Kay gerade befände.

Gerda kämpft gegen das gefrierende Herz von Kay

Jedenfalls muss sich Gerda im Stück dann ordentlich beeilen, um noch zu verhindern, dass Kays Herz ganz einfriert. Die Schneekönigin singt ja schon: "Keine Träne soll mehr fließen" und "nur die Kälte um mich ist rein von jedem Schmerz, retten kann mich ganz allein nur ein schlagend Herz".

Bühnenbild versprüht Magie

Beeindruckend auch das Bühnenbild. Die Kinder sind fasziniert davon, wie da plötzlich eine Waldszenerie aus dem Bühnenboden emporsteigt und den Palast nach oben verdrängt. Oder wie sich der Bühnenboden einfach spaltet und einen Fluss freigibt, aus dem Dunst steigt. Und auf dem Gerda dann Floß fährt. Es steckt so viel Magie im Stück.

"Happy End" am Ende des Stücks um "Die Schneekönigin"

Nach knapp eineinhalb Stunden sind schließlich die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer total erleichtert, dass es "doch" noch ein "Happy End" gegeben hat. Und der ein oder andere gesteht ganz leise, dass er ein bisschen Angst vor der Schneekönigin gehabt hätte.

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