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Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die von Neu-Ulm aus kiloweise Marihuana verkauft haben sollen. Der Drogenshop im Darknet hieß laut Generalstaatsanwaltschaft "Lenas Bioladen".

Zwei Jahre ermittelte die Zentralstelle Cybercrime Bayern, die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelt ist. Nun erging Haftbefehl gegen die mutmaßlichen Betreiber eines Darknet-Drogenshops. Die Tatverdächtigen im Alter von 42 und 31 Jahren sollen von Neu-Ulm aus tausende Briefe mit verbotenem Inhalt verschickt haben.

Die verhafteten Tatverdächtigen hatten ihrem Darknet-Drogenshop den Zusatz "Bio" davorgesetzt (Foto: Generalstaatsanwaltschaft Bamberg)
Die Shopbetreiber hatten ihrem Darknet-Drogenshop den Zusatz "Bio" gegeben. Offenbar sollte so das Geschäft belebt werden, vermutet die Staatsanwaltschaft. Generalstaatsanwaltschaft Bamberg

Zwischen Juni 2018 und März 2020 sollen die Shopbetreiber mindestens vier Kilogramm Marihuana über den Laden verkauft und ausgeliefert haben. Die Handelsnamen waren beispielsweise "Lenas Cheese" und "Lenas Hawaiian Snow". Auf die Spur der beiden Männer kam die Polizei im sogenannten Darknet, das ist ein Bereich des Internets, in dem Nutzer nahezu anonym bleiben. Zunächst ermittelten sie den 42-Jährigen aus dem Alb-Donau-Kreis.

Weitere Transaktionen über Drogenshop

Laut Polizei gibt es Anhaltspunkte für weitere Transaktionen über den Drogenshop mit einem Gesamtumsatz im Millionenbereich. Den Männern wird unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in mehreren Fällen vorgeworfen.

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