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Kann eine Coronavirus-Infektion anhand von Röntgenaufnahmen der Lunge bald automatisch erkannt werden? Das will die Uniklinik Ulm in einem Projekt mit der Technischen Hochschule herausfinden.

Wissenschaftler wollen prüfen, ob künstliche Intelligenz (KI) Medizinern helfen kann, eine Covid-19-Infektion zu erkennen. Das Ziel in diesem Projekt sei es, "künstliche Intelligenz so zu trainieren, dass sie feststellen kann, ob die Patientin oder der Patient an einer Lungeninfektion leidet, ob es sich dabei um Covid-19 handelt und falls ja, wie schwer die Infektion ist und welcher Teil der Lunge befallen ist", zitiert das Universitätsklinikum Ulm den Studienleiter, Professor Meinrad Beer.

Wissenschaftler aus Ulm wollen prüfen, ob künstliche Intelligenz Medizinern helfen kann, eine Covid-19-Infektion zu erkennen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
Wissenschaftler aus Ulm wollen prüfen, ob künstliche Intelligenz Medizinern helfen kann, eine Covid-19-Infektion zu erkennen. (Symbolbild) picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Wie funktioniert künstliche Intelligenz?

Um die künstliche Intelligenz zu trainieren, wollen die Ulmer Wissenschaftler anonymisierte Lungen-Röntgenaufnahmen von mehr als 1.500 Patienten analysieren. Schließlich könnte eine künstliche Intelligenz auf Röntgenbildern bestimmte Merkmale erkennen, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuteten.

Röntgenaufnahmen böten in der Diagnose außerdem eine Reihe an Vorteilen. Sie seien schneller als die meisten anderen Verfahren, flexibel einsetzbar und nur mit einer geringen Strahlenexposition verbunden. Erste Ergebnisse könnten in wenigen Monaten vorliegen.

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