Die Ostalbkliniken rechnen mit hohen Verlusten  (Foto: Pressestelle Ostalbkliniken)

Mehrkosten wegen Corona und Energie

Kliniken im Ostalbkreis mit tiefroten Zahlen

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Die Ostalb-Kliniken Ellwangen, Aalen und Mutlangen rechnen in diesem Jahr mit einem Minus von mindestens 24 Millionen Euro. Das wurde am Montag im Verwaltungsrat bekannt.

Die Corona-Pandemie mit erhöhtem Aufwand für die Kliniken ist demnach noch nicht überwunden. Die Patientenzahlen liegen immer noch deutlich unter denen vor der Pandemie. Wie bei der Sitzung des Verwaltungsrates für den Klinikverbund im Ostalbkreis weiter bekannt wurde, kommen nun auch noch Mehrkosten für Energie hinzu. In diesem Jahr sind es zusätzlich zwei Millionen Euro. Im kommenden Jahr rechnet der Klinikvorstand mit 5,4 Millionen Mehrausgaben.

Der Verwaltungsrat des Klinkverbunds aus St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen, dem Ostalbklinikum Aalen und dem Stauferklinikum Mutlangen unterstützt deshalb die jüngste Petition der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Sie hatte die "Alarmstufe Rot" für die Krankenhäuser ausgerufen.

Die Ostalb-Kliniken legen an den Standorten in Mutlangen und in Aalen einige Bauprojekte auf Eis. Neben den Kosten spielt auch eine Rolle, dass die Grundsatzentscheidung, ob künftig weiter drei oder nur noch zwei Kliniken betrieben werden, aussteht. In Aalen wurde der Neubau des zentralen Operationsbereiches zurückgestellt sowie ein Teil des neuen Klinikhotels und die Sanierung der Fassade im Innenhof. In Mutlangen wird vorläufig unter anderem das Parkhaus nicht aufgestockt und nicht mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

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