Protein könnte bei der Behandlung helfen

Universität Ulm: Erster Schritt in Richtung Corona-Therapie?

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Forschende der Universität Ulm haben ein körpereigenes Protein entdeckt, das bei einer Therapie gegen das Coronavirus eingesetzt werden könnte. Es gibt demnach bereits Medikamente, die dieses Protein nutzen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben untersucht, was der Mensch an antiviralen körpereigenen Proteinen und Peptiden besitzt, die im Kampf gegen Corona hilfreich sind. Dabei entdeckten sie ein besonderes Protein: Alpha 1 Antitrypsin.

Forschende an der Universität Ulm suchen nach Mitteln zur Behandlung von Covid 19 (Symbolfoto) (Foto: Pressestelle, Elvira Eberhardt, Universität Ulm)
Forschende an der Universität Ulm suchen nach Mitteln zur Behandlung von Covid 19 (Symbolfoto) Pressestelle Elvira Eberhardt, Universität Ulm

In Experimenten im Hochsicherheitslabor konnten die Forscher nachweisen, dass dieses Protein den Vorgang hemmen kann, bei dem Coronaviren in gesunde Zellen eindringen. Es verhindere auch die Vermehrung der Coronaviren.

"Unsere Forschung hat gezeigt, dass das körpereigene Protein Alpha 1 Antitrypsin dem angeborenen Immunsystem dabei helfen kann, die Coronaviren im Zaum zu halten und an der Vermehrung zu hindern."

Laut Universität gibt es bereits Medikamente, die dieses Protein nutzen. Diese könnten zur Behandlung und Prävention von Covid-19 in kurzer Zeit umfunktioniert werden. Der Ansatz sei vielversprechend, klinische Studien dazu liefen bereits.

An dem Forschungsprojekt sind insgesamt 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt, aus deutschen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Universitäten sowie aus Belgien .

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