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Wenn es nach der Bundeskanzlerin geht, bleiben die Skigebiete in Europa geschlossen. Österreich und die Schweiz dagegen wollen die Lifte öffnen. Aber wie sieht es auf den Pisten der Schwäbischen Alb aus?

Bobby Krapp betreibt das Skizentrum Hirtenteich in Essingen (Ostalbkreis), es gehört mit drei Liften und zwei Hütten zu den größeren Skigebieten der Schwäbischen Alb. Von einer Schließung der großen europäischen Skigebiete hält er nichts, denn "Skifahren ist nicht gefährlich", findet er.

Skifahrer in Westernheim stehen auf der Piste (Foto: Imago, Imago images / Wilhelm Mierendorf)
Ob die Lifte in Westerheim (Alb-Donau-Kreis) laufen werden, ist noch unklar. (Archivbild) Imago Imago images / Wilhelm Mierendorf

Wintersport in der Region noch in der Schwebe

Krapp befürchtet einen Ansturm von jenen Skifahrern, deren Weihnachtsurlaub in Österreich oder in der Schweiz geplatzt ist. Sie könnten, sobald der erste Schnee fällt, die Pisten vor der Haustür stürmen. Auch seine Pisten.

Doch noch ist überhaupt nicht klar, ob seine Skilifte auf der Ostalb überhaupt öffnen dürfen. "Diese Ungewissheit lähmt uns", sagt er. Den Termin für den TÜV hat er bereits mehrfach verschoben, denn ohne die Gewissheit brauche er keine TÜV-Abnahme.

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Große Unsicherheit bei Skivereinen

Die möglichen Schließungen von Skigebieten wirbeln auch die Pläne der Skivereine im Alb-Donau-Kreis durcheinander. Der Sportverein in Blaustein-Arnegg hat seit Oktober geplant und ein Hygienekonzept erstellt. Ski-Abteilungsleiter Stefan Hessel war zuversichtlich, dass er ab Januar wieder Ski-Reisen für seine 156 Mitglieder anbieten kann. Er habe viel Zeit investiert, sagt Hessel, doch die Chancen auf Ausfahrten schätzt er als gering ein. Die erste Ausfahrt des Winters in Pitztal Ende November ist längst abgesagt.

Die Unsicherheit zeigt sich auch bei Bobby Krapp, der in Aalen neben dem Skizentrum ein Sportgeschäft betreibt. Die Nachfrage nach Skiern, Snowboards und allem, was dazu gehört, gehe gegen Null.

Skifahren in Corona-Zeiten

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