Schüler steigen in einen Bus: Am Mittwoch streiken in Baden-Württemberg vielerorts private Busunternehmen (Foto: imago images, IMAGO/Eibner)

Busunternehmen fordern Hilfe wegen hoher Spritpreise

Protestaktion auch im Alb-Donau-Kreis: Busse bleiben zwei Stunden lang stehen

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Seit mehr als zwei Monaten zahlen die Busunternehmen hohe Beträge für Sprit. Die Politik hat Hilfe versprochen, die aber nur zögerlich fließt. Jetzt reicht es den Unternehmen. Sie streiken.

Zwischen 10 Uhr und 12 Uhr am Mittwoch sind im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Biberach einige Linienbusse stehen geblieben. Nach Angaben des Verbands der baden-württembergischen Busunternehmer WBO sind unter anderem Verbindungen in Ehingen, Langenau und Ochsenhausen betroffen, die von privaten Busunternehmen durchgeführt werden.

Auf dieser Karte von Baden-Württemberg sind die teilnehmenden Kreise rot gestreift markiert.  (Foto: Pressestelle, WBO)
Unter anderem die Landkreise Heidenheim und Alb-Donau sind betroffen: Private Busunternehmen streiken für eine schnelle Unterstützung angesichts der hohen Dieselpreise. Pressestelle WBO

Busunternehmen sauer wegen ausbleibender Hilfen

Mit der landesweiten Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie sehr die privaten Unternehmer unter den gestiegenen Spritpreisen leiden. "Trotz Ankündigung eines Stützungspaktes Dieselpreise ist bislang kein Geld für die Mehrkosten geflossen, welche die Verkehrsunternehmen seit Monaten aus eigener Tasche zahlen", heißt es in einer Mitteilung der WBO.

"Einige Landkreise haben die Not der Busunternehmen erkannt und konkrete Hilfe zugesagt oder gar schon Gelder ausbezahlt."

In anderen Landkreise wolle man aber offenbar ganz sichergehen, dass das vorgestreckte Geld auch sicher vom Land zurückgegeben werde, dabei sei der ÖPNV-Stützungspakt für spätestens Ostern angekündigt worden, so WBO-Geschäftsführer Weber. Die Busunternehmen haben dem Verband zum Teil angegeben, welche Linien bestreikt werden. Diese Liste ist hier einsehbar.

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