Zur blauen Stunde brennen zahlreiche Kerzen am Tatort eines Messerangriffs auf zwei Mädchen. Nach dem Angriff auf zwei Schülerinnen in Illerkirchberg bei Ulm ist Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes gegen den Verdächtigen erlassen worden. Eine 14-Jährige wurde bei der Attacke tödlich und ein 13 Jahre altes Mädchen schwer verletzt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)

Behörden stellen sich Fragen der Bewohner

Illerkirchberg: Bürgerdialog nach tödlichem Messerangriff auf 14-Jährige

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Ein Flüchtling soll eine 14-Jährige getötet haben – die Bluttat vom Dezember hat Illerkirchberg schwer getroffen. Am Mittwochabend stellen sich die zuständigen Behörden den Fragen der Bürger.

Nach dem tödlichen Messerangriff plant die Gemeinde Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) am Mittwochabend (18.1.23) einen Bürgerdialog in der Gemeindehalle. Bürgermeister Markus Häußler (parteilos) zufolge dient die Veranstaltung der Aufarbeitung des "furchtbaren Geschehens" in der Gemeinde.

Neben der eigentlichen Tat soll es auch um Fragen der Unterbringung von Flüchtlingen gehen. Zur Sprache kommen soll auch der Fall eines Geflüchteten, der wegen Vergewaltigung verurteilt worden war und trotzdem wieder in Illerkirchberg aufgenommen werden musste. Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Justizministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt und Gemeinde wollen vor Ort informieren. Neue Erkenntnisse zur Tat selbst würden allerdings nicht mitgeteilt, hieß es weiter.

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Am 5. Dezember 2022 soll ein 27-jähriger Mann aus Eritrea zwei Mädchen auf dem Schulweg mit einem Messer angegriffen haben. Eine 14-Jährige starb, ihre Freundin wurde schwer verletzt. Der Mann wurde kurz nach der Tat gefasst, er hat den Angriff in einer ersten Vernehmung zugegeben.

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