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Bauen für die Zukunft: Am Ulmer Eselsberg wird eine neue Forschungsfabrik errichtet. Dort sollen Lösungen für die Mobilität von morgen entstehen - mit Hilfe von Brennstoffzellen.

Am Mittwoch begann mit dem ersten Spatenstich offiziell der Bau einer Forschungsfabrik für Brennstoffzellen in Ulm. Betrieben wird es vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

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Die Fabrik sei ein wichtiger Baustein für den Ausbau dieser Zukunftstechnologie, sagte dazu ZSW-Vorstandsmitglied Markus Hölzle.

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Zusammenarbeit mit Bosch

Das Land fördert den Bau mit 15 Millionen Euro. Das ZSW investierte noch einmal 20 Millionen Euro. Man hoffe auf weitere Fördergelder aus Berlin, erklärte Hölzle. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Bosch oder Daimler.

"HyFaB" heißt die Forschungsfabrik, die jetzt in Ulm entsteht. Es ist nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) die erste derartige Fabrik in Europa.

Mobilität der Zukunft: Hoffnungsträger Brennstoffzelle

Auf Brennstoffzellen ruhen große Hoffnungen als Energieträger im Verkehrssektor. Doch noch gibt es keine Serienproduktion und keine Produktionsstandards für diese Brennstoffzellen-Stacks, die vor allem als Antriebsquelle von Lastwagen, Bussen, Schiffen und Zügen zum Einsatz kommen sollen. Die Forschungsfabrik soll nun diese Standards liefern.

Brennstoffzellen-Forschung im Labor (Foto: Pressestelle, ZSW)
Brennstoffzellen-Forschung beim ZSW, dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Ulm Pressestelle ZSW

Ulmer Oberbürgermeister freut sich

Auch für den Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) war der Spatenstich ein wichtiger Termin für seine Stadt, die beim Rennen um den Standort für die Forschung von Batteriezellen der Stadt Münster unterlegen war. Die Brennstoffzelle sei für die Region mindestens genauso wichtig und ein gleichwertiger Schritt, so Czisch. Mit der Hightech-Fabrik müssten nun Arbeitsplätze und Produkte entstehen.

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